Tag: Doseninhalte
Die Wollkönigin von Schnurrland
In einem kleinen, gemütlichen Haus lebte die Katze Minka – ein wunderschönes, flauschiges Geschöpf mit leuchtend gelben Augen und einer Vorliebe für Wolle. Doch Minka war nicht einfach nur eine Katze. Nein, sie war die selbsternannte Wollkönigin von Schnurrland.
Eines Tages fand sie einen riesigen Korb voller bunter Wollknäuel. "Ah! Ein Thron, wie für mich gemacht!", dachte sie und sprang mit königlicher Anmut hinein. Sie wickelte sich genüsslich in die weichen Fäden, drehte sich zweimal im Kreis und blickte dann stolz in die Ferne – als wäre sie die Herrscherin über das Königreich der Strickwaren.
Doch ihr Plan hatte einen Haken. Als sie sich bewegen wollte, hatte sich die Wolle um ihre Pfoten geschlungen. Sie zappelte, sie kämpfte – doch je mehr sie sich befreite, desto mehr verwandelte sie sich in eine lebende, flauschige Wollmumie.
Genau in diesem Moment kam ihr Mensch in den Raum. "Minka! Was hast du nur getan?" Minka blinzelte unschuldig und hob den Kopf ein wenig höher, als wollte sie sagen: "Ich? Ich regiere hier nur mein Reich!!!"
Ihr Mensch seufzte, befreite sie vorsichtig aus dem Wollchaos und hob sie auf den Arm. „Du bist wirklich unmöglich“, murmelte er, während Minka genüsslich zu schnurren begann.
Anne Seltmann 19.03.2025, 17.26 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Katzenwäsche
Katzen mögen in der Regel kein Wasser, weil ihre Fellstruktur nicht darauf ausgelegt ist, nass zu werden. Einige Katzenrassen, wie die Maine Coon, die Türkisch Van oder die Bengalkatze, haben weniger Angst vor Wasser und planschen sogar gerne darin.
Der Ausdruck "Katzenwäsche" stammt aus der Beobachtung, wie sich Katzen reinigen. Katzen lecken ihr Fell und säubern sich mit kurzen, schnellen Bewegungen, oft nur oberflächlich und ohne viel Wasser.
Übertragen auf den Menschen bedeutet "Katzenwäsche" eine sehr schnelle, oft unvollständige Reinigung – meist nur Gesicht, Achseln und Hände mit wenig Wasser, statt einer gründlichen Dusche oder einem ausgiebigen Bad.
Der Begriff wird schon seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen verwendet und hat sich als feststehende Redewendung etabliert
Anne Seltmann 12.03.2025, 06.49 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Stricken für Abenteurer – Die Chaosmasche
Alles, was du brauchst, sind zwei Nadeln – notfalls tun es auch Essstäbchen –, ein Knäuel Wolle oder zur Not die Katzenhaare vom Sofa und ein Getränk deiner Wahl, um die Nerven zu bewahren.
Mit Mut und Hoffnung schlägst du irgendeine Anzahl von Maschen an. Passt schon. Zwei links, zwei rechts – das klingt zwar nach einer politischen Diskussion, ist aber nur das Grundmuster. Und dann passiert es: Eine Masche fällt! Ach Mist! Doch keine Panik, das gehört jetzt zum Design. Mit hektischen Bewegungen oder einem resignierten "Ach, egal" versuchst du, sie wieder aufzufangen.
Nach zehn Reihen staunst du über dein Werk. Sieht es aus wie ein Schal? Oder doch eher wie ein modernes Kunstwerk? Falls du dich nicht entscheiden kannst, bleibt noch die Möglichkeit des Fluchens und Aufribbelns – aber Perfektion wird ohnehin überbewertet. Am Ende einfach selbstbewusst behaupten, es sei Absicht und der Look sei "handgemacht rustikal".
Herzlichen Glückwunsch! Du hast entweder einen Schal, ein unförmiges Stück Wolle oder ein neues Haustier für deine Wollmäuse erschaffen.
Anne Seltmann 05.03.2025, 16.32 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Lautlos gleitet sie über alte Steine,
ihre Augen leuchten im bleichen Mondlicht.
Zwischen verwitterten Namen und
moosbedeckten Erinnerungen schnuppert sie,
als könnten die Toten ihr Antworten geben.
Ein Flattern – eine Krähe hebt sich aus der Stille.
Die Katze erstarrt, lauscht, wartet.
Ein kalter Windhauch streicht durch ihr Fell,
doch sie fürchtet sich nicht.
Mit geschmeidigen Sprüngen erklimmt sie
einen Grabstein, blickt hinab auf die schlafende Welt.
Etwas Unsichtbares flüstert in der Dunkelheit,
und für einen Moment scheint sie es zu verstehen,
bevor sie lautlos verschwindet.
22.02.2025, 08.55 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Zwei Katzen
Augen halb geschlossen,
atmen sie im Gleichklang,
die Welt draußen ist fern,
nur ihr kleines Universum zählt.
Ein Schnurren bricht die Stille,
vibriert durch das Zimmer,
wie eine Melodie, die nur sie verstehen.
Zwei Herzen, zwei Körper,
aber an diesem Moment:
eins.
~*~
© Anne Seltmann
Anne Seltmann 26.01.2025, 07.43 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Anne Seltmann 18.01.2025, 14.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Nun sind die Weihnachtstage vorüber, und ich hoffe, ihr konntet sie genießen – mit guten Gesprächen, leckerem Essen und etwas Zeit zum Durchatmen. Jetzt, wo der Alltag langsam wieder anklopft, bleibt vielleicht noch ein Moment, um das Gefühl der letzten Tage festzuhalten: die Wärme, die Ruhe und die Freude, die diese Zeit mit sich brachte.
Auch wenn der Weihnachtsbaum bald abgeschmückt wird, wünsche ich euch, dass ein bisschen von dieser besonderen Stimmung mit ins neue Jahr geht – für die kleinen und großen Herausforderungen, die vor uns liegen. Lass uns das Beste daraus machen!
Anne Seltmann 27.12.2024, 15.01 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Leise rieselt nun der Schnee,
das Kätzchen steht im Winterweh.
Mit weichen Pfoten, kalt und still,
erkundet sie, wohin sie will.
Die Flocken tanzen sacht herab,
verfehlt das Näschen nur ganz knapp.
Ein schnelles Zucken, Lauschen dann,
der Winter hält sie in ihrem Bann.
Anne Seltmann 27.11.2024, 17.05 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL
Ein Regentanz am Fenster,
Tropfen malen Spuren der Zeit.
Das warme Licht der Kerzen
flüstert von Stille und Geborgenheit.
Ein Buch, geöffnet,
Geschichten wie leise Stimmen,
zwischen den Seiten verborgen.
Der Duft von Blumen, zart und flüchtig,
trägt Träume in den Raum.
Ein Moment,
der die Welt draußen vergisst,
und innen ein kleines Universum entfacht.
~*~
© Anne Seltmann
Lichter im November bei Christiane
Anne Seltmann 27.11.2024, 05.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Anne Seltmann 22.11.2024, 09.54 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL