Tag: Paprika
Ich liebe rote Paprika!
Das beste Gericht, um rote Paprika wirklich in den Mittelpunkt zu stellen, ist meiner Meinung nach geröstete Paprika mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern. Warum?
Die Paprika entfaltet ihr volles Aroma: Durch das Rösten karamellisiert ihr natürlicher Zucker, wodurch sie eine wunderbare Süße bekommt. Gleichzeitig sorgt das leichte Raucharoma für eine angenehme Tiefe. Die Textur wird perfekt: Nach dem Rösten ist die Paprika herrlich weich, aber nicht matschig – genau richtig, um sie pur zu genießen. Die Zutaten halten sich zurück: Ein gutes Olivenöl, etwas Knoblauch, frische Kräuter wie Thymian oder Basilikum – mehr braucht es nicht, um die Paprika strahlen zu lassen. Dieses Gericht kann als Antipasti serviert werden, als Beilage zu gegrilltem Fisch oder Fleisch oder einfach auf einer Scheibe knusprigem Brot. Es ist die pure Essenz der roten Paprika!
Die Paprika leuchtet in kräftigem Rot, weil sie während ihrer Reifung Farbpigmente entwickelt. Anfangs ist sie meist grün, da sie viel Chlorophyll enthält – denselben Farbstoff, der auch Blätter grün macht. Doch mit der Zeit, wenn die Paprika weiter reift, wird das Chlorophyll abgebaut und andere Pigmente übernehmen.
In roten Paprika sind es vor allem Carotinoide, insbesondere Capsanthin und Capsorubin, die für die satte rote Farbe sorgen. Diese Pigmente haben nicht nur eine ästhetische Funktion, sondern schützen die Frucht auch vor schädlicher UV-Strahlung und locken Tiere an, die die Samen verbreiten. Gleichzeitig wird die Paprika süßer, weil sich während des Reifungsprozesses Stärke in Zucker umwandelt.
So erzählt jede rote Paprika die Geschichte von Sonne, Zeit und Verwandlung – ein grünes Versprechen, das in feurigem Rot erstrahlt.
Anne Seltmann 01.04.2025, 10.33 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Anne Seltmann 18.08.2016, 19.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL