Tag: Tag des

Wer glaubt, es gäbe nur den Windsor-Knoten und vielleicht noch eine Handvoll weiterer Varianten, unterschätzt die Welt der Krawatten gewaltig. Tatsächlich haben sich sogar Wissenschaftler mit der Frage beschäftigt, wie viele unterschiedliche Krawattenknoten überhaupt möglich sind.
Ende der 1990er-Jahre nahmen die beiden Physiker Thomas Fink und Yong Mao das Thema unter die Lupe. Mit mathematischen Methoden analysierten sie die verschiedenen Möglichkeiten, eine Krawatte zu binden. Das Ergebnis ihrer Forschung: Unter bestimmten Regeln lassen sich genau 85 unterschiedliche Krawattenknoten erzeugen.
Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Spätere Untersuchungen erweiterten die Möglichkeiten erheblich. Je nach zugelassenen Wickel- und Falttechniken sind theoretisch sogar Hunderttausende verschiedener Krawattenknoten denkbar.
Besonders faszinierend ist dabei die Leidenschaft einzelner Enthusiasten. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Boris Mocka, der im Laufe der Jahre mehr als 1.500 eigene Krawattenknoten entwickelte. Manche seiner Kreationen erinnern eher an kunstvolle Origami-Figuren als an klassische Geschäftskleidung.
Während die Mathematik also beinahe unendliche Möglichkeiten entdeckt hat, bleibt die Realität meist deutlich überschaubarer. Die meisten Männer greifen Tag für Tag zum selben Knoten – oft aus Gewohnheit, manchmal aus Bequemlichkeit und gelegentlich auch, weil sie sich nur an diesen einen erinnern können.
Vielleicht liegt gerade darin der eigentliche Charme der Krawatte: Zwischen einfacher Routine und mathematischer Höchstleistung passt erstaunlich viel Stoff.
Anne Seltmann 18.10.2026, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Warum ich das Wort „Ungehorsam nicht mag
Es gibt Wörter, die mehr sind als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Sie tragen Erinnerungen, Haltungen und ganze Weltbilder in sich. Für mich gehört „Ungehorsam dazu.
Ich mag dieses Wort nicht!
Nicht, weil ich Regeln grundsätzlich ablehne. Nicht, weil ich Chaos bevorzuge oder glaube, jeder solle tun und lassen, was er will. Sondern weil in diesem Wort etwas mitschwingt, das sich für mich fremd anfühlt.
„Gehorsam setzt voraus, dass jemand über einem steht. Dass jemand Anweisungen gibt und ein anderer sie befolgt. Wer davon abweicht, wird zum „Ungehorsamen. Schon die Sprache entscheidet, wer richtig und wer falsch handelt.
Dabei ist das Leben oft viel komplizierter.
Manchmal widersprechen wir, weil wir Verantwortung übernehmen. Manchmal sagen wir Nein, weil unser Gewissen lauter spricht als eine Vorschrift. Manchmal folgen wir nicht, weil wir Fragen stellen. Ist das wirklich Ungehorsam?
Ich finde, es gibt schönere und ehrlichere Wörter.
Eigenständigkeit.
Rückgrat.
Zivilcourage.
Selbstbestimmung.
Kritisches Denken.
Sie alle beschreiben etwas, das für mich nichts mit Trotz zu tun hat, sondern mit Haltung.
Vielleicht stört mich an „Ungehorsam auch seine Geschichte. Über Jahrhunderte war Gehorsam eine Tugend – in Familien, in Schulen, in Kirchen, im Militär. Wer gehorchte, galt als brav. Wer nicht gehorchte, wurde zurechtgewiesen. Das Wort trägt diesen Schatten bis heute in sich.
Ich wünsche mir eine Sprache, die Menschen nicht danach bewertet, ob sie gehorchen. Sondern danach, ob sie verantwortungsvoll handeln.
Vielleicht sollten wir deshalb öfter sagen:
Sie hat widersprochen.
Er hat Haltung gezeigt.
Sie ist ihren Überzeugungen treu geblieben.
Das klingt für mich nach Freiheit.
Und Freiheit braucht keinen Gehorsam – sondern Menschen, die denken, fühlen und entscheiden können!
Anne Seltmann 03.07.2026, 11.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Tag des Tees passt für mich besonders gut in den Abend. Denn Tee ist für mich kein Wachmacher, sondern ein Zeichen dafür, dass der Tag langsam ausklingen darf. Wenn es draußen ruhiger wird und das Licht gedimmt ist, beginnt meine Zeit für eine Tasse Tee.
Ich trinke Tee fast ausschließlich abends. Dann, wenn keine Termine mehr warten und der Trubel des Tages hinter mir liegt. Während das Wasser erhitzt wird und der Tee zieht, entsteht ein kleiner Übergang – vom Müssen zum Dürfen, vom Außen ins Innen.
Ein milder Kräuter- oder Früchtetee, oder am allerliebsten den Kalahar (Rooibos-Tee) gehört für mich einfach dazu. Warm, beruhigend und ohne Eile. In diesen Momenten brauche ich nichts weiter: kein Handy, keine Ablenkung, nur diese Tasse in meinen Händen und ein paar Minuten Ruhe.
Der Tag des Tees erinnert mich daran, wie wertvoll solche kleinen Abendrituale sind. Sie müssen nicht perfekt sein, nur regelmäßig. Und manchmal ist genau das der schönste Abschluss eines Tages – eine stille Tasse Tee, bevor die Nacht beginnt.
Anne Seltmann 15.12.2025, 11.23 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wann ist Kuchentag? Heute!
Ich finde aber, auch auf die Gefahr hin, dass das Hüftgold
ist, dass es diesen Tag immer geben müsste.
Und dann am besten immer etwas Schokoladiges!
Am Kuchentag dachte sich der kleine Max, dass er der beste Bäcker der Welt werden würde. Er schnappte sich das Rezept für einen Schokoladenkuchen, das seine Mutter immer benutzte, und machte sich voller Tatendrang an die Arbeit. Doch anstatt die Zutaten wie angegeben zu verwenden, entschied er sich, ein bisschen kreativ zu werden – schließlich war heute der Kuchentag, und wer würde da schon Regeln beachten?
Max schüttete fast das gesamte Mehl in die Schüssel, verwechselte Zucker mit Salz und stellte fest, dass „eine Prise Zimt“ auch gern mal eine ganze Tüte Zimt sein konnte. Er klatschte das Ganze in den Ofen, wartete mit einer Mischung aus Stolz und Aufregung und… wartete noch länger.
Als der Kuchen endlich fertig war, war er weniger ein Kuchen und mehr eine Art Keks-Stein-Form – sehr fest und definitiv ungenießbar. Doch Max nahm einen mutigen Bissen und grinste. „Ich habe wahrscheinlich eine neue Erfindung gemacht“, dachte er sich und zeigte stolz seiner Mutter das "Kunstwerk". Sie blickte ihn an, dann auf den Kuchen, und sagte:"Max, du hast das Rezept vielleicht nicht ganz verstanden, aber du hast definitiv einen neuen Mörtel für die Baustelle erfunden!"
Und so wurde der Kuchen zum Highlight des Kuchentages – zwar nicht essbar, aber definitiv unvergesslich!
Anne Seltmann 23.01.2025, 11.25 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich kann nicht in Karten. Ich kann höchstens jemandem die Leviten lesen!
Anne Seltmann 21.02.2015, 08.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Anne Seltmann 03.06.2010, 08.29 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL