Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag:

Weltbienentag


[Selbstgefilzt / inwendig befindet sich eine Murmel]



Die kleinen Hüter unserer Welt – Warum Bienen unsere Aufmerksamkeit brauchen!

 

Wenn wir an Bienen denken, sehen viele zuerst ein Glas Honig auf dem Frühstückstisch. Doch Bienen sind so viel mehr als Honiglieferanten. Sie gehören zu den wichtigsten und gleichzeitig unterschätztesten Lebewesen unseres Planeten.

Als zertifizierte Bienenbotschafterin liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Denn je mehr man über diese kleinen Wesen erfährt, desto größer wird die Bewunderung für sie.

Bienen bestäuben einen großen Teil der Pflanzen, die uns täglich ernähren. Obstbäume, Erdbeeren, Gurken, Kürbisse oder Kräuter – vieles davon gäbe es ohne ihre Arbeit nur eingeschränkt oder gar nicht. Doch nicht nur unsere Nahrung hängt von ihnen ab. Auch unzählige Wildpflanzen, Blumen und ganze Ökosysteme sind auf Bestäubung angewiesen.

Dabei leisten Bienen Erstaunliches:
Sie fliegen kilometerweit, kommunizieren durch Tänze, erkennen Blütenfarben und organisieren sich in hochkomplexen Gemeinschaften. Jede einzelne Biene erfüllt darin ihre Aufgabe. Und obwohl sie so klein sind, tragen sie eine enorme Verantwortung für das Gleichgewicht der Natur.

Leider sind unsere Bienen weiterhin bedroht. Monotone Landschaften, Pestizide, Schottergärten, Klimawandel und das Verschwinden blühender Wiesen machen ihnen das Leben schwer. Besonders Wildbienen leiden darunter stark. Viele Arten sind inzwischen selten geworden oder bereits gefährdet.

Oft helfen schon kleine Veränderungen:
Ein paar ungefüllte Blumen im Garten oder auf dem Balkon, heimische Pflanzen, ein kleines Wasserangebot oder einfach eine Ecke, die wild wachsen darf. Was für manche „unordentlich wirkt, kann für Insekten ein wertvoller Lebensraum sein.

Mich berührt besonders, wie friedlich und fleißig diese Tiere wirken. Wer sich einmal Zeit nimmt, einer Biene beim Sammeln zuzusehen, spürt schnell: Hier arbeitet kein „lästiges Insekt, sondern ein kleines Wunder der Natur.

Vielleicht sollten wir wieder lernen, genauer hinzuschauen. Denn eine Welt ohne Summen wäre nicht nur stiller, sondern auch ärmer, farbloser und verletzlicher.

Bienen brauchen unsere Aufmerksamkeit nicht irgendwann.
Sie brauchen sie jetzt!


Ich bin Botschafterin der *  Klimawiese, und auch *  Bienen-Patin!

 

 

[*Namensnennung…unbeauftragt und unbezahlt !]





Anne Seltmann 20.05.2026, 16.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 64



Diese Geschichte hat sich tatsächlich so ereignet. Sie ist traurig und gleichzeitig auf eine ganz stille Art wunderschön.

Es geht um einen Kater namens Oscar, der in einem Pflegeheim in den USA lebte. Eigentlich war er nur als Therapiekatze gedacht. Doch irgendwann bemerkten die Pflegekräfte etwas ganz Besonderes: Oscar lief zwar durch alle Zimmer, blieb aber nur selten irgendwo länger. Manchmal jedoch legte er sich plötzlich ganz ruhig zu einem bestimmten Bewohner aufs Bett und wich ihm nicht mehr von der Seite.

Mit der Zeit fiel auf, dass genau diese Menschen oft nur noch wenige Stunden zu leben hatten.

Die Pfleger wussten inzwischen, was das bedeutete, und verständigten häufig sofort die Angehörigen, damit sie noch rechtzeitig kommen konnten. Viele Familien erzählten später, wie dankbar sie dafür waren, weil ihre Mutter, ihr Vater oder ein anderer geliebter Mensch in den letzten Stunden nicht allein gewesen war. Oscar lag einfach still daneben, schnurrte leise und blieb bis zum Schluss.

Irgendwann schrieb sogar ein Arzt über den Kater in einer medizinischen Fachzeitschrift, weil es einfach zu oft passiert war, um bloßer Zufall zu sein. Man vermutet heute, dass Tiere Veränderungen im Körper oder bestimmte Gerüche wahrnehmen können, die Menschen gar nicht bemerken.




Anne Seltmann 20.05.2026, 06.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ihr drei...

[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]




ihr seid nicht einfach Kinder

ihr seid dieses plötzliche Licht

das durch halb offene Türen fällt

und selbst den staubigsten Tag 

in Gold verwandelt.

 

Die beiden Enkelbuben

mit Taschen voller Kiesel, Fragen, Unfug,

mit Knien voller Himmel und Erde,

mit Stimmen, die durchs Haus springen

wie junge Hunde.

 

Und mittendrin sie—

mein einziges Enkelmädchen,

zart und wild zugleich,

mit Augen, in denen ganze Sommer wohnen,

mit Händen, die sammeln, streicheln, festhalten,

als könnte Liebe niemals verloren gehen.

 

Ihr kommt herein

und alles wird beweglich.

Die Luft.

Die Zeit.

Mein Herz sowieso.

 

Ich sehe euch an

und begreife,

dass Glück nichts Großes sein muss.

 

Es reicht,

wenn einer von euch „Oma! ruft

aus irgendeinem Zimmer heraus.

 

Dann steht die Welt

für einen Moment still

und atmet.

 

Mit euch.

 

Und manchmal,

wenn ihr längst wieder fort seid,

liegt noch etwas von euch im Raum:

ein Lachen auf dem Sofa,

ein Brotkrümel auf dem Tisch,

ein vergessenes Spielzeugtier.

 

Dann denke ich:

So fühlt sich Reichtum an.

 

Nicht in Dingen.

Nicht in Worten.

Sondern in euch drei kleinen Menschen,

die aus meinem Leben

einen wärmeren Ort machen

~*~

© Anne Seltmann






19.05.2026, 06.52 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Hand aufs Herz


Auf welche drei Gegenstände könntest du nicht verzichten?

 

Auf meinen Lieblingsmenschen

Auf meine Brille

Auf Bücher

 

Diese Frage klingt zunächst harmlos. Fast wie eines dieser netten kleinen Gesellschaftsspiele, bei denen Menschen antworten:
„Mein Handy, mein Auto und meine Kaffeemaschine.

Doch dann sitzt man plötzlich da und merkt:
So einfach ist das gar nicht.

Denn eigentlich hängen an manchen Dingen ganze Welten.

Ich glaube, ich könnte nicht verzichten auf meinen Lieblingsmenschen.
Und genau genommen ist das natürlich kein Gegenstand.
Zum Glück.

Aber manche Menschen werden irgendwann zu etwas so Selbstverständlichem im eigenen Leben wie Licht im Fenster oder Wärme in einem Raum. Man merkt oft erst, wie tief sie im Alltag verwurzelt sind, wenn man sich vorstellen soll, sie wären plötzlich nicht mehr da.

Dann meine Brille.

Ja wirklich.
Romantischer wäre natürlich etwas Poetisches gewesen:
„der Mondschein oder „Erinnerungen oder „das Rauschen alter Wälder.

Aber nein.
Ohne Brille finde ich vermutlich nicht einmal meine Brille.

Sie ist dieses unscheinbare kleine Wunder zwischen mir und einer Welt, die ohne sie hauptsächlich aus impressionistischen Farbflächen bestehen würde. Menschen hätten plötzlich keine Gesichter mehr, Straßenschilder würden philosophisch verschwimmen und ich würde vermutlich freundlich einen Kleiderständer grüßen.

Und Bücher.

Auf Bücher könnte ich niemals verzichten.

Sie sind Fluchtorte, Trostspender, Zeitmaschinen und manchmal auch Rettungsboote. Zwischen zwei Buchdeckeln wohnen ganze Leben. Man kann sich darin verlieren, verstecken, wiederfinden oder für ein paar Stunden jemand anderes werden.

Bücher waren da, wenn Menschen fehlten.
Und manchmal waren sie sogar da, wenn Worte fehlten.

Vielleicht verraten solche Fragen am Ende weniger darüber, was wir besitzen—sondern mehr darüber, woran unser Herz hängt.

An Menschen.
An Geschichten.
Und manchmal eben auch an einer Brille, ohne die man versehentlich den Wäscheständer duzt.

 




Anne Seltmann 15.05.2026, 09.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 13




Yellow Day – Wenn Südkorea gelbe Rosen verschenkt

Während bei uns viele Menschen den 14. Februar mit roten Rosen und Valentinstagen verbinden, gibt es in Südkorea einen ganz eigenen Tag voller Farbe, Symbolik und leiser Melancholie: den Yellow Day—auf Koreanisch oft auch mit dem Rosentag verbunden.

Am 14. Mai schenken sich vor allem Singles gelbe Rosen oder tragen Gelb, um ihre Hoffnung auf Liebe, Glück und neue Begegnungen auszudrücken. Die Farbe Gelb steht dabei nicht nur für Frühling, Wärme und Sonne, sondern auch für Optimismus und einen kleinen Neuanfang des Herzens.

Südkorea hat ohnehin eine ganze Reihe besonderer „Liebestage, die jeweils am 14. eines Monats gefeiert werden. Manche davon sind romantisch, manche verspielt, manche ein wenig traurig. Der Yellow Day gehört zu den stilleren Traditionen.

Oft treffen sich an diesem Tag Freunde, essen gemeinsam Currygerichte—ebenfalls passend zur Farbe Gelb—oder verschenken gelbe Blumen. Dahinter steckt die charmante Idee, Einsamkeit nicht zu verstecken, sondern gemeinsam mit etwas Farbe und Humor zu begegnen.

Und irgendwie hat dieser Tag etwas sehr Schönes.
Keine übergroßen Liebesgesten.
Kein kitschiges Feuerwerk.
Sondern ein kleiner gelber Gruß gegen graue Gedanken.








Anne Seltmann 14.05.2026, 14.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen








Zwischen Flucht und Erkenntnis

Ich stand im Regen und spürte, wie mein Herz schneller schlug als sonst.
Meine Schuhe waren noch staubig von der Straße, die ich vor wenigen Minuten entlanggelaufen war.
Eigentlich wollte ich nur in die Stadt, ein klares Ziel vor Augen, doch alles kam anders.
Das Gegenteil von dem, was ich geplant hatte, trat ein, und ich fand mich plötzlich in einem seltsamen Hotel wieder.
Es fühlte sich fast wie eine Flucht an, obwohl ich gar nicht wusste, wovor ich eigentlich davonlief.
Seit Jahren hatte ich solche Momente nicht mehr erlebt, und doch fühlte sich alles vertraut an.
In den letzten Wochen hatte sich etwas in mir verändert, auch wenn ich es nicht sofort benennen konnte.
Vielleicht lag es an der Ausstellung, die ich früher am Abend besucht hatte.
Dort, auf dem Balkon in der Dunkelheit des alten Gebäudes, hatte alles begonnen.
Ein kurzer Blick, ein Lächeln, und plötzlich war nichts mehr wie zuvor.
Ich dachte, ich hätte das Gespräch unter Kontrolle, doch die Situation entglitt mir schneller, als ich reagieren konnte.
Mit jedem Schritt wurde mir klarer, dass ich mich nicht länger verstecken konnte.
Die Erkenntnis traf mich schließlich wie ein Blitz, als ich wieder im Regen stand.
Manchmal führt uns genau das, wovor wir fliehen, direkt zu dem Ort, an dem wir sein müssen.



[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]




Anne Seltmann 12.05.2026, 15.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Montagsherz N° 659





Willkommen zum 659. Montagsherz



Mitten im Wald, während eines Spazierganges im Bayerischen Wald entdeckt. Der Stein auf dem Foto könnte ein natürlich verwitterter Granit- oder Gneisstein sein, aber ganz sicher bin ich nicht. Die graue Farbe, die leicht körnige Oberfläche und die stabile Struktur sprechen aber dafür. Solche Steine findet man sehr häufig in Wäldern, besonders in Regionen mit eiszeitlichen Ablagerungen oder alten Gebirgsformationen.

Das Besondere hier ist natürlich die Form—er sieht verblüffend herzförmig aus. 


Das entsteht meist zufällig durch:

  • Verwitterung über sehr lange Zeit,
  • Absplitterungen an bestimmten Stellen,
  • Wasser, Frost und Wurzeldruck.








Anne Seltmann 11.05.2026, 01.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dem Genuss auf der Spur





Diese bunte Möhren-Quiche (kürzlich in diesem Stil entdeckt) bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch herrlich unkomplizierten Genuss. Zarte Gemüsestreifen, cremige Füllung und knuspriger Boden machen sie zu einem wunderbaren Ofengericht für gemütliche Abende, Gäste oder einfach dann, wenn man Lust auf etwas Herzhaftes mit viel Gemüse hat. Und wir hatten Lust. Gestern frisch auf dem Tisch und heute schon im Blog! 








Bunte Quiche mit Möhren und Zucchini

Zutaten

Für den Teig:

150 g Dinkelvollkornmehl

125 g Butter

100 g geriebener Cheddar

etwas Salz

etwas Öl für die Form

 

Für die Füllung:

4 große Möhren

10–12 kleine Zucchini

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 EL Senf

250 g saure Sahne

250 g Schmand

4 Eier

frischer Schnittlauch

Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

Aus Mehl, Butter, etwas Salz und einem Teil des geriebenen Cheddars einen geschmeidigen Teig kneten. Die Quiche form leicht einfetten, den Teig hineindrücken und dabei einen kleinen Rand formen. 

Die Möhren schälen und zusammen mit den Zucchini der Länge nach in feine Streifen hobeln. Die rote Zwiebel in feine Stücke teilen. Anschließend das Gemüse dekorativ und dicht an dicht in die Form setzen. Die Zwiebeln darüber verteilen.

Für den Guss Knoblauch fein hacken und zusammen mit Senf, Schnittlauch, saurer Sahne, Schmand, Eiern und dem restlichen Käse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gleichmäßig über das Gemüse gießen.

Die Quiche bei 180 Grad etwa 45 bis 50 Minuten backen, bis sie goldbraun und schön fest geworden ist.

Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen. Dazu passt wunderbar ein frischer Salat. 







Anne Seltmann 10.05.2026, 15.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Muttertag


[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]





Mütter sind die leisen Heldinnen dieser Welt.
Nicht die aus Filmen oder Geschichten- 
sondern die echten.
Die müden.
Die starken.

Die, die morgens zuerst wach sind
und nachts zuletzt schlafen.
Die mit tausend Gedanken einschlafen
und trotzdem noch fragen:
„Hast du genug gegessen?

Sie tragen Kinder
unter dem Herzen- 
und oft ein Leben lang darin.

Sie halten kleine Hände,
bis diese groß genug sind,
loszulassen.
Und selbst dann
lassen sie niemals wirklich los.

Mütter trösten,
ermutigen,
fangen auf
und machen aus gewöhnlichen Tagen
ein Zuhause.

Oft vergessen sie sich selbst.
Weil sie lieber geben als nehmen.
Lieber sorgen als klagen.
Lieber tragen als fallen.

Manchmal sind sie laut
wie ein Sommergewitter.
Manchmal still
wie ein Nachtlicht im Flur.

Aber ihre Liebe bleibt.
Immer.

Heute ist Muttertag.
Und eigentlich ist ein einziger Tag
viel zu klein
für alles, was Mütter leisten.

Darum danke.
An alle Mütter dieser Welt.

An die starken und die erschöpften.
An die fröhlichen und die zweifelnden.
An die jungen und die alten.
An die lauten und die stillen.

Ihr seid das warme Licht
in so vielen Leben.


© Anne Seltmann






Anne Seltmann 10.05.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 97












Anne Seltmann 09.05.2026, 06.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL