Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Polen

Unterwegs durch Polen und Masuren


1. Tag: Anreise

Unsere Reise beginnt mit der Fahrt gen Osten. Ein erster Höhepunkt ist die monumentale Christus-Statue von wiebodzin. Mit ihren 36 Metern Höhe überragt sie sogar das berühmte Vorbild in Rio de Janeiro. Ein beeindruckender Anblick und ein Wahrzeichen Polens, das man nicht so schnell vergisst. Zu Füßen der monumentalen Christus-Statue entdeckten wir neben dem gewaltigen Bauwerk auch viele kleine Steine und von Menschenhand aufgeschichtete Steinbauten. Ob sie als persönliche Zeichen, Erinnerungen oder einfach aus Freude am Gestalten entstanden sind, blieb uns verborgen. Doch zwischen all der Größe wirkten diese kleinen Steinwelten fast wie stille, ganz persönliche Botschaften. Anschließend geht es weiter nach Piła, dem früheren Schneidemühl, wo wir übernachten.

Schon am ersten Tag wird allerdings deutlich, dass diese Reise vor allem eines bedeutet: viele Kilometer. (Insgesamt waren es  2838 Km). Wir sitzen mehr im Bus, als dass wir auf den Beinen sind. Die Landschaft zieht am Fenster vorbei, während die Sehenswürdigkeiten oft nur für einen kurzen Moment zu unseren werden.






2. Tag: Ankommen in Masuren

Am nächsten Tag führt uns die Reise nach Piecki, dem früheren Peitschendorf, zu unserem Hotel Mazur Syrenka. Ein Begrüßungsgetränk heißt uns willkommen, bevor wir uns am Abend zum ersten gemeinsamen Essen im Hotelrestaurant versammeln. Nun sind wir endgültig in Masuren angekommen.






3. Tag: Kirchen, Burgen und ein See

Heute wartet Heiligelinde, wita Lipka, auf uns. Die berühmte Wallfahrtskirche gehört zu den prächtigsten Barockkirchen Polens. Danach geht es nach Reszel, dem früheren Rößel, mit seiner imposanten Burg und der sehenswerten gotischen Kirche. In Giycko, dem alten Lötzen, lassen wir den Tag am Löwentinsee ausklingen.

Alles klingt nach einem abwechslungsreichen Besichtigungsprogramm. In der Wirklichkeit aber bleibt vieles nur ein kurzer Blick. Kaum angekommen, heißt es oft schon wieder: einsteigen, weiterfahren. Für ausführliche Erkundungen, einen zweiten Blick oder einfach ein wenig Verweilen fehlt die Zeit. Manches hätte mehr verdient als die wenigen Minuten, die uns dafür blieben.






4. Tag: Masuren vom Wasser aus

Der Spirdingsee, auf Polnisch niardwy, ist der größte See Polens. Von Nikolaiken aus unternehmen wir eine etwa ein- bis zweistündige Schifffahrt und erleben Masuren einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Ryn, dem früheren Rhein. Anschließend besuchen wir das Bauernhofmuseum in Sadry. Bei Kaffee und Kuchen bleibt Zeit, die Eindrücke dieses Tages ein wenig sacken zu lassen.


Doch auch heute begleitet uns der Eindruck, dass wir mehr unterwegs sind, als dass wir wirklich ankommen. Die Entfernungen sind groß, die Aufenthalte kurz. Masuren hätte so viel zu erzählen – und wir hätten so gern länger zugehört, wenn da nicht schon der nächste Programmpunkt gewartet hätte.





5. Tag: Zwischen Vergangenheit und stiller Natur

Im Freilichtmuseum von Olsztynek, dem früheren Hohenstein, begegnen wir dem ländlichen Leben vergangener Jahrhunderte. Originale Gebäude erzählen von einer Zeit, in der vieles noch langsamer und unmittelbarer war. Danach geht es nach Olsztyn, dem alten Allenstein, mit seinem historischen Schloss.





Und dann war da noch unser Reiseleiter …

Unser Reiseleiter, der sonst als Pastor tätig ist, hatte offenbar ein großes Mitteilungsbedürfnis. Seine Texte wollten einfach kein Ende nehmen. Ob im Bus, während der Fahrt oder an den verschiedenen Stationen – immer gab es noch etwas zu erzählen, zu erklären und mit weiteren Worten zu versehen.

Wir haben uns manches Mal einen kleinen Ausknopf für ihn gewünscht. Nicht, weil wir grundsätzlich nichts hören wollten, sondern weil wir uns zwischendurch auch einfach nach Ruhe sehnten. Nach dem Blick aus dem Fenster. Nach einem eigenen Gedanken. Nach dem Gefühl, selbst ein wenig auf dieser Reise anzukommen.

Auch die diplomatischen Worte unseres Busfahrers, der gelegentlich vorsichtig darauf hinwies, dass es vielleicht nun genug sei, blieben unbeachtet. Sinngemäß ließ unser Reiseleiter wissen, dass ihm das egal sei – und erzählte einfach weiter. Unser Fahrer Salih, der uns ansonsten sicher und souverän durch Polen brachte, konnte da offenbar auch nichts ausrichten.





Zum Abschied bekommt jeder Fahrgast einen kleinen Schokotaler, das sogenannte Erinnerungsgold (links oben im Bild). Eine süße Aufmerksamkeit, die daran erinnern soll, dass man nicht nur mit vielen Eindrücken, sondern auch mit einem kleinen Stück gemeinsamer Reise nach Hause fährt. Ich finde, das ist eine schöne Geste – denn Erinnerungen sind schließlich auch etwas, das man sich bewahren und manchmal sogar auf der Zunge zergehen lassen kann.

Was mir in den Hotels besonders gut gefallen hat, waren die Wasserkocher auf den Zimmern. Für mich ein ganz großes Plus! So konnte ich mir morgens schon meinen Kaffee zubereiten, ohne erst darauf warten zu müssen, dass irgendwo das Frühstück beginnt oder die Kaffeemaschine ihren Dienst aufnimmt. Ein kleiner Komfort, der für mich den Start in den Tag gleich viel angenehmer gemacht hat.

Und natürlich darf auch unser toller Busfahrer Salih (* von Peters Reisen)nicht unerwähnt bleiben. Er hat uns sicher und souverän durch die Straßen Polens manövriert, über viele Kilometer hinweg und durch so manche ungewohnte Verkehrssituation. Dabei blieb er freundlich und geduldig. Ein herzliches Dankeschön an ihn und an Peters Reisen!

Mit dabei war außerdem meine tolle, genähte Tasche von Kreasoli. Sie ließ sich wunderbar mit an Bord nehmen und war genau das Richtige für unsere mitgebrachten Pausenbrote, Getränke und allerlei Kleinigkeiten, die man unterwegs so braucht. Praktisch, schön und immer griffbereit – manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die eine Reise noch angenehmer machen.


6. und 7. Tag: Abschied und Heimreise

Langsam heißt es Abschied nehmen. Auf dem Weg zurück machen wir noch einen Abstecher nach Bydgoszcz, dem früheren Bromberg. In der charmanten Altstadt bleibt Zeit für eigene Entdeckungen, bevor wir zur Übernachtung wieder nach Piła fahren. Am nächsten Tag geht es zurück nach Norddeutschland.

Im Gepäck: viele Eindrücke, neue Bilder und die Erinnerung an eine Reise durch ein Land voller Geschichte, Wasser und stiller Schönheit. Und vielleicht auch der Gedanke, dass weniger manchmal mehr gewesen wäre: weniger Bus, weniger Worte, dafür mehr Zeit zum Schauen, Staunen und Verweilen.



 [Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt!]

 



Anne Seltmann 17.09.2026, 10.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dem Genuss auf der Spur



 

Currywurstbällchen mit Orangen-Currysauce an krossen Polenta-Kartoffeln


 

Ein Imbiss der besonderen Art: Diese knusprigen Polenta-Kartoffeln passen perfekt zu den saftigen Currywurstbällchen, während die Orangen-Currysauce dem Ganzen eine herrlich fruchtige Note verleiht.

Zutaten (für 2 Portionen):

- 750 g Kartoffeln

- 7 EL Olivenöl

- 3 EL Polenta

- 3 Kalbsbratwürste (je ca. 125 g, roh und fein)

- Salz

- 1 TL Paprikapulver (edelsüß)

- 1 Orange

- 15 g frischer Ingwer

- 1 rote Zwiebel

 

- 2 TL Currypulver

- 1 EL Butter

- 2 EL Ahornsirup

- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)

- 2 Stiele frisches Koriandergrün

 

Zubereitung:

 

1. Den Ofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen und ein Backblech auf der mittleren Schiene bereitstellen. Die Kartoffeln schälen und in Spalten schneiden. In einer großen Schüssel mit 3 EL Olivenöl, Polenta, Salz und Paprikapulver gut vermengen. Das heiße Backblech mit Backpapier auslegen, die Kartoffeln darauf verteilen und im Ofen für 25 bis 30 Minuten rösten, bis sie schön knusprig sind.

 

2. Das Wurstbrät aus der Pelle drücken und zu kleinen Bällchen formen. Die Orange schälen, die weiße Haut muss komplett entfernt werden, und die Filets zwischen den Trennhäuten herausschneiden. Wenn möglich dabei den Saft auffangen. Die Filets kleinschneiden.

 

3. Die Zwiebel fein würfeln, den Ingwer schälen und fein reiben. In einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Ingwer hinzufügen und kurz mitbraten. Das Currypulver dazugeben und ebenfalls kurz anrösten. Jetzt die Butter und den Ahornsirup hinzufügen und alles zum Kochen bringen. Die Orangenstücke, den aufgefangenen Saft und die Tomaten hinzufügen und für etwa 5 Minuten offen köcheln lassen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und noch etwas Currypulver abschmecken und dann beiseitestellen.

 

4. Die Pfanne auswischen, erneut 2 EL Öl erhitzen und die Wurstbällchen darin von allen Seiten für 4 bis 5 Minuten goldbraun anbraten.

 

5. Zum Servieren die knusprigen Kartoffelspalten und die Currywurstbällchen auf Tellern anrichten, etwas von der Orangen-Currysauce darüber träufeln und mit frischen Korianderblättchen garnieren. Die restliche Sauce wird extra serviert.

 

Viel Spaß beim Zubereiten und Genießen! Ich sage nur "MEGA"




Anne Seltmann 30.03.2025, 08.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

365 Tage Challenge – N° 101



 
N° 101



Topfguckerin



Der allerliebste Lieblinsgmensch hatte Koch-Wochenende und so gab es unser Lieblingsessen Bigos.
Es ist ein Rezeptefundus seiner Mutter und wir kochen es leidenschaftlich gerne nach.
Nun sind noch Reste da...yammieyammie. Hört ihr mich schmatzen?  











Anne Seltmann 11.04.2022, 18.04 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL