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Einträge vom: 09.09.2026

Blogwächter

[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Erst die Enkelbuben, dann Masuren – Urlaub mit Zwischenlandung zu Hause

Man könnte meinen, wir hätten unseren Urlaub ganz entspannt geplant. Haben wir natürlich nicht. Wir haben uns stattdessen gedacht: Warum eigentlich nur einmal Koffer packen, wenn man das Ganze auch als sportliche Herausforderung betrachten kann? Also geht es am 3. September erst einmal zu unseren Enkelbuben – und zwar bis zum 7. September. Vier Tage Enkelzeit! Was kann da schon passieren? Wahrscheinlich werden wir anschließend feststellen, dass wir dringend zwei Tage Erholung brauchen … von der Erholung.

Denn Enkel besuchen bedeutet ja bekanntlich nicht einfach nur „mal vorbeischauen. Nein, da gibt es Abenteuer, Fragen, Essen, Spielen, Quatsch machen, Lachen und vermutlich mindestens einen Moment, in dem wir uns fragen, warum wir eigentlich dachten, wir hätten noch ausreichend Energie. Aber genau dafür sind Großeltern schließlich da: um Dinge zu erlauben, bei denen die Eltern vermutlich kurz die Augen schließen und tief durchatmen.

Am 7. September geht es dann erst einmal wieder nach Hause. Und jetzt kommt der wirklich gut durchdachte Teil unseres Reiseplans: Wir haben ganze zwei Tage, um uns von den Enkelbuben zu erholen, die Wäsche zu sortieren, Koffer auszupacken, Koffer wieder einzupacken, festzustellen, dass wir natürlich irgendetwas vergessen haben, und uns mental darauf einzustellen, dass wir eigentlich gerade erst angekommen sind.

Denn am 10. September heißt es schon wieder: Auf nach Masuren!

Vom 10. bis zum 16. September tauschen wir also Enkeltrubel gegen Seen, Landschaft, Natur und hoffentlich ein bisschen mehr Ruhe. Wobei ich bei uns inzwischen gelernt habe, dass „Ruhe ein sehr dehnbarer Begriff ist. Vielleicht bedeutet Ruhe bei uns einfach nur, dass gerade niemand „Oma! ruft.

So sieht unser September also aus: erst Enkelbuben, dann kurz heimisches Zwischenlager und anschließend Masuren. Ein bisschen Familienzeit, ein bisschen Kofferlogistik und ganz viel Vorfreude. Und falls wir nach diesem Urlaub irgendwann wieder wissen, welcher Koffer eigentlich wohin gehört, betrachten wir das als persönlichen Reiseerfolg.

Ich freue mich jedenfalls riesig auf beides. Auf die kleinen Kerle sowieso – und auf Masuren, das danach ganz andere Geschichten für uns bereithalten wird.

Unser Urlaub hat also einen kleinen Vorgeschmack, eine kurze Verschnaufpause und anschließend noch eine Zugabe.
Und ich ahne jetzt schon: Langweilig wird dieser September ganz bestimmt nicht.


Währenddessen übernimmt mein obiger Blogwächter das Kommando. 

Ich bin bald zurück.
Vielleicht mit neuen Geschichten. 


Der oder die Letzte macht das Licht aus!




 




Anne Seltmann 09.09.2026, 10.57| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PrivatePerlen | Tags: Masuren, Enkel, Reise,

Miau-velous Moments N° 70


Manchmal muss man einfach genauer hinschauen …

Ich glaube, Katzen wissen sehr viel mehr, als sie uns erzählen. Sie beobachten uns, verfolgen jede noch so kleine Bewegung und scheinen Dinge zu bemerken, die uns völlig entgehen. Und manchmal sitzen sie einfach da und schauen uns mit diesen großen, runden Augen an, als wollten sie sagen: „Ich weiß genau, was hier vor sich geht. Du vielleicht noch nicht.

So stelle ich mir auch diesen kleinen Kerl vor. Ganz vorsichtig lugt er über die Sofakante, nur die Augen, die Ohren und eine kleine Pfote sind zu sehen. Der Rest von ihm bleibt lieber im Verborgenen. Schließlich weiß man ja nie, was hinter der nächsten Sofaecke lauert. Vielleicht bewegt sich die Decke von ganz allein. Vielleicht hat sich irgendwo ein kleiner Schatten versteckt. Oder vielleicht ist da einfach nur etwas, das unbedingt untersucht werden muss.

Also heißt es: beobachten, abwarten und bloß keinen Schritt zu früh machen. Die Menschen nennen so etwas vielleicht Neugier. Eine Katze würde vermutlich sagen: professionelle Überwachung.

Und während im Hintergrund gemütlich die Lampe leuchtet und das Wohnzimmer ganz friedlich aussieht, sitzt dieser kleine Wächter auf seinem Posten. Bereit, jederzeit einzugreifen, falls die Sofadecke plötzlich eigene Pläne hat.

Ich musste bei diesem Bild jedenfalls sofort schmunzeln. Denn manchmal braucht es gar keine großen Abenteuer. Manchmal reicht ein neugieriger Blick über die Sofakante, eine kleine Pfote und die Gewissheit: Irgendjemand passt hier ganz genau auf.




Anne Seltmann 09.09.2026, 07.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: Miau-velous Moments, Katzen, beobachten,