Tag: Reise



Fast vergessen zu erwähnen... Das ganz besondere Highlight: unterwegs mit dem Stakboot
Ein ganz besonderes Highlight unserer Masurenreise war die Fahrt mit den traditionellen Stakbooten auf der Krutynia (Kruttinna) bei Krutyń. Ganz langsam glitten wir durch die stille, wunderschöne Flusslandschaft, während die Boote mit langen Stangen durch das klare Wasser bewegt wurden.
Und das Schönste: Niemand hat uns dabei zugetextet. Nach den vielen Informationen und Erzählungen unterwegs – besonders von unserem Pastor – war diese wohltuende Ruhe fast schon ein kleines Geschenk. Statt vieler Worte gab es nur das leise Plätschern des Wassers, das Rascheln der Bäume und jede Menge Natur.
Und dann hatten wir noch einen ganz besonderen Begleiter: Ein Schwan schwamm immer wieder in unserer Nähe und begleitete unsere Fahrt ein gutes Stück. Ganz selbstverständlich zog er neben unserem Boot seine Bahnen, als würde er zu unserer kleinen Flussreise dazugehören.
Kein Motorenlärm, kein hektisches Tempo, keine Beschallung – nur Wasser, Natur und diese wunderbare Ruhe. Diese Fahrt auf der Krutynia war für mich eines der schönsten und außergewöhnlichsten Erlebnisse unserer gesamten Masurenreise.
Anne Seltmann 18.09.2026, 13.51 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
1. Tag: Anreise
Unsere Reise beginnt mit der Fahrt gen Osten. Ein erster Höhepunkt ist die monumentale Christus-Statue von wiebodzin. Mit ihren 36 Metern Höhe überragt sie sogar das berühmte Vorbild in Rio de Janeiro. Ein beeindruckender Anblick und ein Wahrzeichen Polens, das man nicht so schnell vergisst. Zu Füßen der monumentalen Christus-Statue entdeckten wir neben dem gewaltigen Bauwerk auch viele kleine Steine und von Menschenhand aufgeschichtete Steinbauten. Ob sie als persönliche Zeichen, Erinnerungen oder einfach aus Freude am Gestalten entstanden sind, blieb uns verborgen. Doch zwischen all der Größe wirkten diese kleinen Steinwelten fast wie stille, ganz persönliche Botschaften. Anschließend geht es weiter nach Piła, dem früheren Schneidemühl, wo wir übernachten.
Schon am ersten Tag wird allerdings deutlich, dass diese Reise vor allem eines bedeutet: viele Kilometer. (Insgesamt waren es 2838 Km). Wir sitzen mehr im Bus, als dass wir auf den Beinen sind. Die Landschaft zieht am Fenster vorbei, während die Sehenswürdigkeiten oft nur für einen kurzen Moment zu unseren werden.

2. Tag: Ankommen in Masuren
Am nächsten Tag führt uns die Reise nach Piecki, dem früheren Peitschendorf, zu unserem Hotel Mazur Syrenka. Ein Begrüßungsgetränk heißt uns willkommen, bevor wir uns am Abend zum ersten gemeinsamen Essen im Hotelrestaurant versammeln. Nun sind wir endgültig in Masuren angekommen.

3. Tag: Kirchen, Burgen und ein See
Heute wartet Heiligelinde, wita Lipka, auf uns. Die berühmte Wallfahrtskirche gehört zu den prächtigsten Barockkirchen Polens. Danach geht es nach Reszel, dem früheren Rößel, mit seiner imposanten Burg und der sehenswerten gotischen Kirche. In Giycko, dem alten Lötzen, lassen wir den Tag am Löwentinsee ausklingen.
Alles klingt nach einem abwechslungsreichen Besichtigungsprogramm. In der Wirklichkeit aber bleibt vieles nur ein kurzer Blick. Kaum angekommen, heißt es oft schon wieder: einsteigen, weiterfahren. Für ausführliche Erkundungen, einen zweiten Blick oder einfach ein wenig Verweilen fehlt die Zeit. Manches hätte mehr verdient als die wenigen Minuten, die uns dafür blieben.

4. Tag: Masuren vom Wasser aus
Der Spirdingsee, auf Polnisch niardwy, ist der größte See Polens. Von Nikolaiken aus unternehmen wir eine etwa ein- bis zweistündige Schifffahrt und erleben Masuren einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Ryn, dem früheren Rhein. Anschließend besuchen wir das Bauernhofmuseum in Sadry. Bei Kaffee und Kuchen bleibt Zeit, die Eindrücke dieses Tages ein wenig sacken zu lassen.

Doch auch heute begleitet uns der Eindruck, dass wir mehr unterwegs sind, als dass wir wirklich ankommen. Die Entfernungen sind groß, die Aufenthalte kurz. Masuren hätte so viel zu erzählen – und wir hätten so gern länger zugehört, wenn da nicht schon der nächste Programmpunkt gewartet hätte.

5. Tag: Zwischen Vergangenheit und stiller Natur
Im Freilichtmuseum von Olsztynek, dem früheren Hohenstein, begegnen wir dem ländlichen Leben vergangener Jahrhunderte. Originale Gebäude erzählen von einer Zeit, in der vieles noch langsamer und unmittelbarer war. Danach geht es nach Olsztyn, dem alten Allenstein, mit seinem historischen Schloss.


Und dann war da noch unser Reiseleiter …
Unser Reiseleiter, der sonst als Pastor tätig ist, hatte offenbar ein großes Mitteilungsbedürfnis. Seine Texte wollten einfach kein Ende nehmen. Ob im Bus, während der Fahrt oder an den verschiedenen Stationen – immer gab es noch etwas zu erzählen, zu erklären und mit weiteren Worten zu versehen.
Wir haben uns manches Mal einen kleinen Ausknopf für ihn gewünscht. Nicht, weil wir grundsätzlich nichts hören wollten, sondern weil wir uns zwischendurch auch einfach nach Ruhe sehnten. Nach dem Blick aus dem Fenster. Nach einem eigenen Gedanken. Nach dem Gefühl, selbst ein wenig auf dieser Reise anzukommen.
Auch die diplomatischen Worte unseres Busfahrers, der gelegentlich vorsichtig darauf hinwies, dass es vielleicht nun genug sei, blieben unbeachtet. Sinngemäß ließ unser Reiseleiter wissen, dass ihm das egal sei – und erzählte einfach weiter. Unser Fahrer Salih, der uns ansonsten sicher und souverän durch Polen brachte, konnte da offenbar auch nichts ausrichten.

Zum Abschied bekommt jeder Fahrgast einen kleinen Schokotaler, das sogenannte Erinnerungsgold (links oben im Bild). Eine süße Aufmerksamkeit, die daran erinnern soll, dass man nicht nur mit vielen Eindrücken, sondern auch mit einem kleinen Stück gemeinsamer Reise nach Hause fährt. Ich finde, das ist eine schöne Geste – denn Erinnerungen sind schließlich auch etwas, das man sich bewahren und manchmal sogar auf der Zunge zergehen lassen kann.
Was mir in den Hotels besonders gut gefallen hat, waren die Wasserkocher auf den Zimmern. Für mich ein ganz großes Plus! So konnte ich mir morgens schon meinen Kaffee zubereiten, ohne erst darauf warten zu müssen, dass irgendwo das Frühstück beginnt oder die Kaffeemaschine ihren Dienst aufnimmt. Ein kleiner Komfort, der für mich den Start in den Tag gleich viel angenehmer gemacht hat.
Und natürlich darf auch unser toller Busfahrer Salih (* von Peters Reisen)nicht unerwähnt bleiben. Er hat uns sicher und souverän durch die Straßen Polens manövriert, über viele Kilometer hinweg und durch so manche ungewohnte Verkehrssituation. Dabei blieb er freundlich und geduldig. Ein herzliches Dankeschön an ihn und an Peters Reisen!
Mit dabei war außerdem meine tolle, genähte Tasche von Kreasoli. Sie ließ sich wunderbar mit an Bord nehmen und war genau das Richtige für unsere mitgebrachten Pausenbrote, Getränke und allerlei Kleinigkeiten, die man unterwegs so braucht. Praktisch, schön und immer griffbereit – manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die eine Reise noch angenehmer machen.
6. und 7. Tag: Abschied und Heimreise
Langsam heißt es Abschied nehmen. Auf dem Weg zurück machen wir noch einen Abstecher nach Bydgoszcz, dem früheren Bromberg. In der charmanten Altstadt bleibt Zeit für eigene Entdeckungen, bevor wir zur Übernachtung wieder nach Piła fahren. Am nächsten Tag geht es zurück nach Norddeutschland.
Im Gepäck: viele Eindrücke, neue Bilder und die Erinnerung an eine Reise durch ein Land voller Geschichte, Wasser und stiller Schönheit. Und vielleicht auch der Gedanke, dass weniger manchmal mehr gewesen wäre: weniger Bus, weniger Worte, dafür mehr Zeit zum Schauen, Staunen und Verweilen.
[* Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt!]
Anne Seltmann 17.09.2026, 10.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Erst die Enkelbuben, dann Masuren – Urlaub mit Zwischenlandung zu Hause
Man könnte meinen, wir hätten unseren Urlaub ganz entspannt
geplant. Haben wir natürlich nicht. Wir haben uns stattdessen gedacht: Warum
eigentlich nur einmal Koffer packen, wenn man das Ganze auch als sportliche
Herausforderung betrachten kann? Also geht es am 3. September erst einmal zu
unseren Enkelbuben – und zwar bis zum 7. September. Vier Tage Enkelzeit! Was
kann da schon passieren? Wahrscheinlich werden wir anschließend feststellen,
dass wir dringend zwei Tage Erholung brauchen … von der Erholung. 
Denn Enkel besuchen bedeutet ja bekanntlich nicht einfach nur „mal vorbeischauen. Nein, da gibt es Abenteuer, Fragen, Essen, Spielen, Quatsch machen, Lachen und vermutlich mindestens einen Moment, in dem wir uns fragen, warum wir eigentlich dachten, wir hätten noch ausreichend Energie. Aber genau dafür sind Großeltern schließlich da: um Dinge zu erlauben, bei denen die Eltern vermutlich kurz die Augen schließen und tief durchatmen.
Am 7. September geht es dann erst einmal wieder nach Hause. Und jetzt kommt der wirklich gut durchdachte Teil unseres Reiseplans: Wir haben ganze zwei Tage, um uns von den Enkelbuben zu erholen, die Wäsche zu sortieren, Koffer auszupacken, Koffer wieder einzupacken, festzustellen, dass wir natürlich irgendetwas vergessen haben, und uns mental darauf einzustellen, dass wir eigentlich gerade erst angekommen sind.
Denn am 10. September heißt es schon wieder: Auf nach Masuren!
Vom 10. bis zum 16. September tauschen wir also Enkeltrubel gegen Seen, Landschaft, Natur und hoffentlich ein bisschen mehr Ruhe. Wobei ich bei uns inzwischen gelernt habe, dass „Ruhe ein sehr dehnbarer Begriff ist. Vielleicht bedeutet Ruhe bei uns einfach nur, dass gerade niemand „Oma! ruft.
So sieht unser September also aus: erst Enkelbuben, dann kurz heimisches Zwischenlager und anschließend Masuren. Ein bisschen Familienzeit, ein bisschen Kofferlogistik und ganz viel Vorfreude. Und falls wir nach diesem Urlaub irgendwann wieder wissen, welcher Koffer eigentlich wohin gehört, betrachten wir das als persönlichen Reiseerfolg.
Ich freue mich jedenfalls riesig auf beides. Auf die kleinen Kerle sowieso – und auf Masuren, das danach ganz andere Geschichten für uns bereithalten wird.
Unser Urlaub hat also einen kleinen Vorgeschmack, eine kurze
Verschnaufpause und anschließend noch eine Zugabe.
Und ich ahne jetzt schon: Langweilig wird dieser September ganz bestimmt nicht.
Währenddessen übernimmt mein obiger Blogwächter das Kommando.
Ich bin bald zurück.
Vielleicht mit neuen Geschichten.
Der oder die Letzte macht das Licht aus!

Anne Seltmann 09.09.2026, 10.57 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute habe ich diesen Satz tatsächlich zum ersten Mal gehört – und war kurz irritiert:
„Die Glocken fliegen nach Rom.
Ähm… bitte was?
Tun sie natürlich nicht. Also keine Sorge, du hast noch nie heimlich eine startende Kirchenglocke verpasst. Aber die Geschichte dahinter ist tatsächlich ziemlich charmant. Rund um den Gründonnerstag passiert nämlich etwas Ungewöhnliches: Die Kirchenglocken verstummen. Einfach so. Kein Läuten mehr, keine vertrauten Klänge. Funkstille. Und weil Menschen schon immer gut darin waren, sich für alles eine Erklärung auszudenken (vor allem eine schöne), kam diese Idee auf: Die Glocken sind nicht weg – sie sind nur auf Reisen. Und zwar in Rom.
Warum ausgerechnet Rom? Nun ja, das ist sozusagen das „Headquarter der katholischen Kirche. Dort sitzen der Papst und der Vatikan. Wenn Glocken also irgendwo hinfliegen, dann bitte mit Stil und Ziel. In der Vorstellung fliegen sie dorthin, holen sich eine Art himmlischen Stempel ab – und kommen pünktlich zu Ostern zurück. Frisch, erholt und bereit für ein großes Comeback.
Und jetzt kommt der beste Teil: Früher hat man Kindern erzählt, dass die Glocken auf dem Rückweg Ostereier mitbringen Also quasi: himmlischer Lieferservice mit Süßigkeiten-Flatrate. Während die Glocken unterwegs sind, wird ihr Job übrigens nicht einfach gestrichen. In manchen Orten springen Kinder ein – mit Ratschen und Klappern. Klingt weniger elegant als eine Glocke, erfüllt aber seinen Zweck (und macht definitiv wach).
Was bleibt, ist eine wunderbar schräge, aber auch schöne Tradition: Die Glocken schweigen nicht einfach – sie machen Urlaub. In Rom. Mit Rückflug zu Ostern. Und ganz ehrlich: Wenn man sich schon eine Erklärung ausdenkt, dann doch bitte so eine!
Anne Seltmann 02.04.2026, 09.59 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dieser Tag stand für uns zur freien Verfügung, den wir folgendermaßen nutzten: Ganz klassisch für einen Mittwoch – stand die Generalaudienz auf dem Petersplatz auf dem Programm. Natürlich geschniegelt und gestriegelt (innerlich zumindest) haben wir uns dort eingefunden und das Ganze mitgenommen. Welch ein Glück, dass wir einen tollen Platz ergatterten und den Papst so nah sehen konnten. Das Warten hat sich gelohnt.


Danach dachten wir uns: Ach komm, ein bisschen Bewegung schadet nicht – also ab zum Castel de Angelo.




Dort angekommen gings direkt nach oben. Wie viele Stufen das waren? Keine Ahnung. Irgendwo zwischen „zähle ich noch und „ich akzeptiere einfach mein Schicksal habe ich aufgehört. Gefühlt waren es aber mindestens tausend – alle gleichzeitig steil. Meine Beine haben zwischendurch ernsthaft über Kündigung nachgedacht.
Aber: Oben angekommen wurden wir mehr als entschädigt. Ein absoluter Wahnsinnsblick über Rom – einer von diesen Momenten, wo man kurz vergisst, dass man eigentlich komplett erledigt ist. Wirklich beeindruckend.
Und ansonsten? Kilometer um Kilometer haben wir heute wieder gesammelt. Wenn es für Schritte Bonuspunkte gäbe, wären wir längst im VIP-Level.
29.03.2026, 16.18 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Mit Reiseführerin *Stefania Lutazzi
Am Nachmittag stand ein echtes „Heiliges-Hattrick-Programm auf dem Plan – drei spirituelle Schwergewichte, ein neugieriger Besucher (ich), und ungefähr 20.000 Schritte später die Erkenntnis: Kultur kann auch Muskelkater machen.
Erster Halt: der Vatikan. Kleinster Staat der Welt, aber gefühlt mit der größten Dichte an beeindruckenden Decken pro Quadratmeter. Ich habe nach oben geschaut, nach unten geschaut, wieder nach oben – und irgendwann beschlossen, dass mein Nacken ab jetzt offiziell im Pilgermodus ist. Die Kunst? Atemberaubend. Die Menschenmassen? Auch.
Weiter gings zur Santa Maria Maggiore. Ein Ort, der sofort Ruhe ausstrahlt – zumindest solange man nicht darüber nachdenkt, wie alt hier einfach ALLES ist. Während ich versuchte, die Details zu bewundern, fragte ich mich kurz, ob ich im Vergleich dazu überhaupt schon „existiere oder eher noch in der Testphase bin.
Zum Abschluss: San Paolo fuori le Mura. Groß, würdevoll, beeindruckend – und überraschend entspannt. Hier konnte ich tatsächlich mal stehen bleiben, ohne im Zickzack um Selfie-Sticks navigieren zu müssen. Ein seltener Moment der Andacht… und der Erholung.
Fazit des Tages: Viel gesehen, viel gestaunt, und ein bisschen näher an der Frage, ob meine Schrittzähler-App auch Heiligsprechung verdient hat. Der nächste Tag stand zur freien Verfügung, der ebenfalls göttlich war, denn wir wollten zur Papstaudienz! Aber davon später mehr.
Anne Seltmann 29.03.2026, 09.49 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL


1. Tag:
Anreisetag mit Zwischenstopp im * Wipptaler Hof am Brenner.
2. Tag:
Mit Reiseführerin * Stefania Lutazzi








Kolosseum

Erkundet haben wir die Geschichte des alten Rom und der Geburtsstätte des römischen Reiches zu den grandiosen Bauwerken des antiken Rom. Wir besuchten den Hügel des Palatin, die Geburtsstätte des alten Rom der Antike, das Forum Romanum und das berühmte Kolosseum.
Anne Seltmann 28.03.2026, 14.10 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Blog ist auf Kurzurlaub – ich verabschiede mich für eine Woche nach Rom.
Das bedeutet: Kopfsteinpflaster unter den Füßen, Espresso im Dauerlauf und streng wissenschaftliche Untersuchungen in Sachen Pizza, Pasta und „nur noch ein Eis.
Währenddessen übernehmen meine Blogwächter das Kommando.
Mehrere. Mit Fell, Federn und vermutlich sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Ordnung.
Sie schauen wachsam, diskutieren viel und lassen sich ganz sicher mit Snacks bestechen.
Ich bin bald zurück.
Vielleicht mit neuen Geschichten.
Ganz sicher mit neuen Kalorien.
Und wie immer…
Der oder die Letzte macht das Licht aus!

Anne Seltmann 20.03.2026, 04.36 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL





Unseren Kurztrip nach Bayern schilderte ich ja schon >> HIER << !
Nun zeige ich euch unsere Unterkunft "Studio Murnauer Moos" (Pfiffig eingerichtete Wohnung mit toller Aussicht) – eine Unterkunft, die mehr bietet als nur ein Dach über dem Kopf. Eingebettet in die weite, atmende Landschaft des Murnauer Mooses, liegt es dort, wo Stille und Licht sich begegnen. Schon beim Ankommen spürt man, wie der Alltag leiser wird und Raum entsteht für das Wesentliche.
Große Fenster öffnen den Blick auf Himmel und Wiesen, die Farben wechseln mit den Stunden, und manchmal scheint es, als würde die Zeit hier einfach nur sitzen und lächeln. Das Studio ist modern, klar und gleichzeitig warm – ein Rückzugsort für alle, die Inspiration, Erholung oder einfach ein bisschen mehr Weite suchen.
Ob man schreibt, malt, träumt oder einfach den Wolken nachsieht – das Studio Murnauer Moos schenkt den Momenten Tiefe. Es ist ein Ort, an dem man nicht nur bleibt, sondern wirklich ankommt.
Und Murnau selbst?
Murnau – schon der Name klingt weich und weit, als würde er im Wind schaukeln. Wer hier ankommt, spürt sofort dieses eigenartige Gleichgewicht aus Ruhe und Bewegung. Die Häuser leuchten in sanften Farben, die Berge stehen wie gemalt im Hintergrund, und irgendwo dazwischen fließt ein stiller Atem aus Kunst, Geschichte und Natur.
Hier hat Gabriele Münter gelebt, hier hat Kandinsky gemalt, hier hat der "Blaue Reiter" seine Spuren hinterlassen. In Murnau scheint Farbe mehr zu sein als nur Pigment – sie ist eine Sprache, die die Landschaft spricht. Das Licht verändert sich mit jedem Schritt, als würde es selbst neugierig zusehen, was man entdeckt.
Zwischen Staffelsee, alten Gassen und weitem Himmel lässt sich wunderbar verlieren – und noch besser finden. Vielleicht ist das die eigentliche Magie dieses Ortes: dass er einen einlädt, die Welt ein wenig intensiver zu betrachten, als würde man sie zum ersten Mal sehen.
Anne Seltmann 25.10.2025, 07.17 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Blog macht kurz die Beine hoch – wir sind ab morgen für eine Woche unterwegs, diesmal Richtung Murnau am Staffelsee.
Ein kleines Stück Blau zwischen Himmel und Erde, ein Ort, an dem die Gedanken sich verlaufen dürfen und der Kaffee langsamer schmeckt. Dort wartet der See, die Stille, auf alle Fälle ein bisschen Kunst und Natur!
Unsere Aktivitäten während unseres Aufenthaltes:
Sa.18.10. Hinfahrt Murnau am Staffelsee, Ortschaft erkunden
So.19.10. Zugspitze
Mo.20. Partnachklamm
Di.21.10. Schloss Linderhof
Mi.22. 10. Kloster Ettal
Do.23.10. Murnau-Staffelsee
Fr.24.10. HeimfahrtWährenddessen hält mein Blogwächter hier die Stellung. Er sitzt auf seinem Platz, die Brille auf der Nase, tut sehr beschäftigt und schaut mit strengem Blick über den Bildschirmrand. Ab und zu klappert er demonstrativ mit der Tastatur, nur um zu zeigen, dass er arbeitet. In Wahrheit döst er zwischendurch und schnurrt leise vor sich hin – besonders, wenn man ihm ein Kekschen hinstellt.
Ich melde mich bald zurück – hoffentlich mit neuen Eindrücken, frischem Wind im Kopf und vielleicht einem Lächeln mehr, als ich losgefahren bin. Ganz sicher aber mit Krümeln auf der Tastatur.
Bis dahin hält mein Wächter alles in Ordnung. Er passt auf, dass kein Buchstabe verrutscht, kein Gedanke verloren geht und dass hier niemand heimlich die Kaffeemaschine ausschaltet.
Und wie immer: Der oder die Letzte macht das Licht aus!

Anne Seltmann 17.10.2025, 09.18 | (7/2) Kommentare (RSS) | TB | PL