
Die AIDA Nova
Manchmal gibt es Tage, die gleichzeitig wunderschön und anstrengend sind. Der gestrige Samstag war genau so einer.
Schon lange hatten wir uns auf die Windjammerparade gefreut und uns rechtzeitig Bordkarten für die Förde-Adler-Fähren gesichert. Von 10 bis 14 Uhr waren wir auf der Kieler Förde unterwegs – mittendrin statt nur dabei.
Die Parade war wie jedes Jahr ein beeindruckendes Schauspiel. Stolze Großsegler, unzählige Begleitboote und das besondere Flair der Kieler Förde machten den Vormittag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es ist immer wieder faszinierend, wenn die historischen Schiffe mit ihren hoch aufragenden Masten und schneeweißen Segeln scheinbar lautlos über das Wasser gleiten.

Das Traumschiff AMADEA
Allerdings meinte es das Wetter fast zu gut mit uns. Bei schier unglaublichen 37,7 °C – dem bisherigen Höchstwert dieses Sommers – verwandelte sich die Schifffahrt schnell in eine kleine Hitzeschlacht. Sowohl draußen an Deck als auch im Inneren waren sämtliche Sitzplätze restlos belegt. Mit etwas Glück fanden wir immerhin einen schattigen Stehplatz – ein kleiner Luxus an diesem außergewöhnlich heißen Tag.
Einen kleinen Wehmutstropfen gab es allerdings auch. Während der Windjammerparade kam es auf der Albert Johannes und wohl auch auf weiteren Schiffen zu medizinischen Notfällen. Mehrfach waren die Seenotretter im Einsatz. In solchen Momenten rückt das beeindruckende maritime Schauspiel für einen Augenblick in den Hintergrund. Umso mehr hofft man, dass allen Betroffenen schnell geholfen werden konnte und sie sich inzwischen wieder gut erholt haben.
Vier Stunden auf den Beinen sind ohnehin eine Herausforderung. Mit meinem Rücken wurde daraus am Ende eine echte Geduldsprobe. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, machte sich jede Minute bemerkbar. Ich konnte kaum noch laufen und war froh, endlich nach Hause zu kommen. Die Hitze hatte ihren Teil dazu beigetragen.

Und trotzdem …
Wenn ich heute an den Tag zurückdenke, bleiben nicht die schmerzenden Beine oder die hohen Temperaturen in Erinnerung. Es sind die weißen Segel am Horizont, das Glitzern der Förde, das geschäftige Treiben auf dem Wasser und dieses ganz besondere Gefühl, Teil eines maritimen Ereignisses gewesen zu sein, das jedes Jahr Tausende Menschen begeistert.
Manche Erinnerungen sind eben stärker als die Anstrengung. Und spätestens beim nächsten Mal werden wir vermutlich wieder sagen:
„Die Windjammerparade? Natürlich sind wir wieder dabei! – dann vielleicht bei ein paar Grad weniger.

Zusammen mit rund 185.000 Zuschauerinnen und Zuschauern an Land sowie schätzungsweise 700 bis 800 Booten auf der Förde durften wir dieses einmalige maritime Erlebnis miterleben – ein neuer Rekord für die Windjammerparade.

Anne Seltmann 28.06.2026, 09.48| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: AktuellePerlen | Windjammerparade 2026, Windjammer, Kiel, maritim, ,

Heute habe ich mal wieder ein Stöckchen bei Wortmann aufgehoben. Die Aufgabe: Zehn Dinge nennen, die für mich besonders schön sind.
Gar nicht so einfach – denn Schönheit steckt für mich oft in den kleinen, unscheinbaren Momenten.
1. Die Natur
Ich muss nicht weit reisen, um glücklich zu sein. Eine Mohnblüte im Kornfeld, eine Libelle am Teich, Wildblumen am Wegesrand oder der Duft nach Sommerregen – oft sind es gerade die kleinen Wunder, die mich staunen lassen.
2. Bilder erschaffen
Ob mit der Kamera oder mit KI – ich liebe es, Ideen sichtbar werden zu lassen. Es fasziniert mich, wenn aus einer Vorstellung plötzlich eine ganze kleine Welt entsteht.
3. Worte
Ich mag Sprache. Alte Wörter genauso wie Gedichte, Überschriften oder einen Satz, der genau das ausdrückt, was ich empfinde. Worte können Bilder malen, Erinnerungen wecken und Menschen berühren.
4. Lachen
Ich lache gern – auch über mich selbst. Humor macht vieles leichter und manchmal entstehen gerade aus kleinen Missverständnissen die schönsten Geschichten.
5. Gärten
Wenn ich einen Garten hätte, müsst er nicht geschniegelt aussehen. Ich freue mich über Wildblumen, summende Insekten und alles, was wachsen darf. Für mich ist er ein Ort der Ruhe und des Ankommens.
6. Die Farbe Blau
Blau begleitet mich schon lange. Der Himmel, das Meer, Cyan – diese Farbe hat für mich etwas Beruhigendes und zugleich etwas Unendliches.
7. Familie
Es sind nicht immer die großen Ereignisse, sondern die gemeinsamen Augenblicke, die bleiben. Familie bedeutet für mich Verbundenheit – auch über Entfernungen und Generationen hinweg.
8. Das Meer
Vielleicht liegt es daran, dass ich in Kiel lebe. Das Meer gehört einfach zu meinem Leben. Möwen, Wellen, der Duft nach Salz und der Blick bis zum Horizont schenken mir jedes Mal ein Gefühl von Freiheit.
9. Kreativität
Ich probiere gern Neues aus. Heute ein Gedicht, morgen eine Bildidee, übermorgen ein Kalenderprojekt oder ein Blogbeitrag. Kreativität bedeutet für mich, neugierig zu bleiben und immer wieder neue Wege zu entdecken.
10. Die leisen Momente
Ich mag das Unaufgeregte. Einen frühen Morgen, das Rascheln der Blätter, das Licht auf einer Blüte oder einfach einen Augenblick, in dem nichts passieren muss. Oft sind genau das die Momente, die lange in Erinnerung bleiben.
So, das waren meine zehn schönsten Dinge. Und jetzt bin ich neugierig: Welche zehn Dinge würdet ihr auf eure Liste schreiben? Vielleicht hebt ja der eine oder die andere dieses kleine Stöckchen ebenfalls auf.
Anne Seltmann 28.06.2026, 07.17| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Stoeckchen, Wortmann, 10 Dinge,