Blogeinträge (themensortiert)

Thema: PerlenhafteProjekte

Marius Nature Thursday 2026 N° 11





sie stehen nicht lange

und doch stehen sie

als hätten sie zeit

 

ein rund

aus weiß

so leicht

dass es fast schon

verschwindet

im sehen

 

man könnte glauben

sie warten

 

aber worauf

 

nicht auf uns

nicht auf das bleiben

 

eher

auf ein lösen

 

der wind kommt

ohne sich anzukündigen

 

streift nur

und schon beginnt es

 

kein plötzlich

kein bruch

 

mehr ein nachgeben

 

ein samen

dann noch einer

 

als würde sich etwas erinnern

dass es nie gehalten war

 

sie gehen

nicht weg

 

sie verteilen sich

 

in richtungen

die niemand benennt

 

und das feld

verändert sich

ohne sich zu bewegen

 

es wird leerer

und gleichzeitig weiter

 

man steht davor

und versteht es nicht ganz

 

dieses

fast

 

dieses

gleich nicht mehr

 

und doch

 

bleibt etwas

 

nicht sichtbar

nicht greifbar

 

eher ein wissen

 

dass nichts

dafür gemacht ist

zu bleiben

 

und dass genau darin

 

eine form

von leichtigkeit liegt


~*~

© Anne Seltmann








Anne Seltmann 09.04.2026, 05.58 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 61




Es war einer dieser ruhigen Nachmittage, an denen nichts wirklich passiert. Das Fenster stand einen Spalt offen, draußen bewegten sich die Blätter kaum, und das Licht fiel weich in den Raum. Der Platz auf dem Sofa war eben noch frei gewesen. Ein Kissen, leicht eingedrückt, noch warm von dem, der gerade aufgestanden war. Es dauerte nicht lange. Als wäre sie gerufen worden, kam die Katze lautlos ins Zimmer. Kein Zögern, kein Suchen. Sie sprang auf das Sofa, setzte eine Pfote nach der anderen genau dorthin, wo eben noch jemand gesessen hatte. Sie drehte sich einmal, zweimal, bis alles passte. Dann legte sie sich.

Der Körper wurde weich, der Atem ruhig. Die Augen schlossen sich, aber nicht ganz. Ein schmaler Spalt blieb, als würde sie die Welt nicht völlig loslassen wollen. Als der Mensch zurückkam, blieb er stehen. Der Platz war nicht mehr frei.Typisch!





>> Christianes Doseninhalte <<





Anne Seltmann 08.04.2026, 08.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 248




Zwischen Möwen, Wasser und alten Kuttern:
mein Name.
Auf einem Schiff.
Einfach so. 
Kein Fake!






Anne Seltmann 08.04.2026, 06.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 257/2026






Während unseres Aufenthalts in >> Rom << hatten wir das große Glück, im Raganelli Hotel untergebracht gewesen zu sein – ein Ort, an den wir uns noch lange gern zurückerinnern werden.

Schon bei unserer Ankunft spürten wir, dass dieses Hotel mehr ist als nur eine Unterkunft. Wir wurden herzlich empfangen, fast so, als würde man nach einer langen Reise bei Freunden ankommen. Diese erste Begegnung setzte den Ton für unseren gesamten Aufenthalt. Was unseren Aufenthalt jedoch wirklich besonders gemacht hatte, war der außergewöhnliche Service. Das gesamte Team begegnete uns mit einer Herzlichkeit, die ehrlich und unaufgesetzt wirkte. Jede Frage wurde geduldig beantwortet, jeder Wunsch mit einem Lächeln erfüllt. Es waren oft die kleinen Gesten – ein freundliches Wort, ein hilfreicher Tipp, ein aufmerksamer Blick – die uns das Gefühl gaben, wirklich willkommen zu sein.

Selten hatten wir uns in einem Hotel so gut aufgehoben gefühlt. Es war diese Mischung aus Komfort, persönlicher Atmosphäre und echter Gastfreundschaft, die unseren Aufenthalt so besonders machte.

Als wir schließlich abreisten, nahmen wir nicht nur viele Eindrücke aus Rom mit, sondern auch die Erinnerung an einen Ort, an dem wir uns einfach wohlfühlen durften.









[*Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt!]




Juttas...

...stillgelegt



Anne Seltmann 07.04.2026, 07.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 60




Es tatsächlich eine kleine, echte Geschichte, die viele Katzenfreunde kennen, und sie ist gleichzeitig ziemlich rührend und ein bisschen lustig.

In den 1990er-Jahren beobachteten Mitarbeiter in mehreren Tierheimen (unter anderem in Deutschland und den Niederlanden) immer wieder dasselbe Verhalten: Katzen, die gerade neu angekommen waren und eigentlich noch ängstlich sein müssten, legten sich plötzlich mitten in den Gang – genau dort, wo die Pfleger ständig entlangliefen – und räckelten sich demonstrativ.

Eine Pflegerin erzählte später in einem Interview, dass sie anfangs dachte, die Katze würde sich einfach nur strecken. Doch nach ein paar Tagen fiel ihr auf: Immer wenn jemand vorbeikam, rollte sich dieselbe Katze auf den Rücken, streckte alle vier Beine in die Luft und blieb so liegen, als wollte sie sagen: „Ich bin hier. Siehst du mich?

Nach und nach merkten die Mitarbeiter, dass das kein Zufall war. Katzen, die sich besonders oft so offen und entspannt zeigten – also sich räkelten, streckten oder sogar mitten im Weg liegen blieben – wurden tatsächlich schneller adoptiert. Menschen blieben stehen, mussten lächeln und gingen automatisch in die Hocke, um sie zu streicheln.

Später bestätigten auch Verhaltensforscher: Dieses Räckeln ist nicht nur ein Dehnen der Muskeln. Es ist oft ein Zeichen von Vertrauen und gleichzeitig eine Art Einladung. Eine Katze, die sich so zeigt, signalisiert: „Ich fühle mich sicher genug, mich ganz groß zu machen. Und genau das berührt Menschen sofort.

Deshalb sieht man Katzen auch überall so liegen: im Türrahmen, auf dem Teppich mitten im Zimmer, quer über der Tastatur oder genau dort, wo man gerade laufen will. Nicht weil sie uns ärgern wollen – sondern weil sie genau wissen, dass man sie dann sieht. Und meistens klappt es ja auch.









Anne Seltmann 01.04.2026, 04.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen




Schon als Kind mit zu viel Fantasie hatte ich mir lange vorgenommen, einmal den hohen Norden zu bereisen.
Schließlich führte mich mein Weg nach Kiel, tief hinein in Schleswig-Holstein, wo der Wind offenbar das Sagen hat.

Die beißende Kälte und die anhaltende Brise mit persönlicher Feindschaft gegen meine Frisur stellten mich zunächst vor große Herausforderungen.
Doch nach einer gewissen Schockphase inklusive Selbstgesprächen mit meiner Mütze begann ich, mich an die ungewohnten Umstände zu gewöhnen.

Mein tägliches Geradeauslaufen trotz Seitenwind dort unterschied sich stark von meinem Alltag in der Stadt.
In einem kleinen Bäcker, der wahrscheinlich auch heimlich Rettungsstation für frierende Touristen ist, kaufte ich gelegentlich einfache Brötchen, Kuchen und Hoffnung, um mich zu versorgen.

Die besondere Nordluft, die sogar meine Gedanken in Richtung Dänemark pustet, ließ mich vieles mit anderen Augen sehen.
Eines Abends machte mir eine Einheimische ein unerwartetes Angebot, mir das „richtige Einfrieren beizubringen, das mir lange in Erinnerung blieb.

Trotz der eisigen Temperaturen wagte ich mich immer wieder nach draußen.
Dabei klapperten mir oft die Zähne im Takt wie ein schlecht gestimmtes Schlagzeug, wenn ich zu lange in der Kälte blieb.

Nach einiger Zeit empfand ich die Kälte nicht mehr als Bedrohung, sondern als leicht verrückten Fitnesscoach.
Diese Erfahrung fernab der normalen Temperaturen hatte etwas völlig Unlogisches, aber erstaunlich Lustiges.

Am Ende wurde mir klar, dass gerade diese besondere Kombination aus Wind, Kälte und norddeutschem Humor meinen Blick auf vieles durcheinandergewirbelt – und dabei erstaunlich verbessert hatte.



[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]



Hast du auch Lust auf eine freche Schreib-Spielerei von Manuela – und das jeden Dienstag?
Dann misch mit!

Manuela startete in ihrem Blog ein Projekt für alle, die Spaß am Schreiben haben – ganz ohne Perfektionsdruck. Jede Woche gibt es einen neuen Lückentext: mal lustig, mal spannend, manchmal herrlich verrückt. Du füllst die freien Stellen mit deinen eigenen Ideen und schon entsteht deine ganz persönliche Kurzgeschichte.

So funktioniert Manuelas Projekt:

Lies den Lückentext der Woche (keine Ausreden!)  

Fülle die Lücken – spontan, kreativ oder völlig überdreht. Alles ist erlaubt!

Teile deine Version:

  • direkt als Kommentar unter ihrem Blogpost
  • oder auf deinem eigenen Blog (verlinke dann zu Manuela).

Also los – Tastatur warmmachen und zeigen, was in dir steckt!




Anne Seltmann 31.03.2026, 05.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 656






Dieses Montagsherz habe ich in Rom entdeckt – genauer gesagt in unserem Hotel auf dem Frühstücks-Büfett. Es sah einfach zu gut aus, um daran vorbeizugehen.

Auf dem Kuchen waren kleine Zuckerherzen, und natürlich musste ich sofort ein Foto machen, bevor ich ihn gegessen habe. Solche Herzen kann man ja schließlich nicht einfach übersehen.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und vielleicht habt ihr heute ja auch irgendwo ein kleines Herz für mich parat.



Nächter Termin:

13. April 2026



 





Anne Seltmann 30.03.2026, 02.00 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Freitag ist Fischtag N°35




 

Wenn ich koche, mache ich eigentlich alles gern selbst. Schnippeln, würzen, ausprobieren – das gehört für mich einfach dazu. Doch kürzlich musste es einmal schneller gehen. Also gab es ganz unkompliziert Fischstäbchen aus der Packung.

Allerdings hatte der beste Ehemann von allen beim Einkaufen eine kleine kreative Freiheit genutzt und statt normaler Fischstäbchen „Backfischstäbchen mitgebracht. Ich stand also in der Küche, schaute auf die Packung und fragte mich ernsthaft: Ist das jetzt etwas völlig anderes oder nur Fischstäbchen mit besserer Laune?

Also habe ich ChatGPT gefragt, was denn eigentlich der Unterschied ist. Und die Antwort war nicht nur hilfreich, sondern auch ziemlich lustig. Unter anderem kam dieser Vergleich dabei heraus:

Fischstäbchen sind die ordentlichen Schuluniformen – Backfisch-Stäbchen kommen eher im fluffigen Bademantel daher.

Seitdem sehe ich Fischstäbchen ein bisschen anders. Die einen geschniegelt und geschniegelt, die anderen gemütlich und leicht chaotisch. Und irgendwie passt beides – je nachdem, wie viel Zeit man gerade hat und wie groß der Hunger ist



Fischstäbchen = klassisch aus gepresstem oder geschnittenem Fisch (meist Seelachs) umhüllt von einer feinen Panade, eher schlicht und knusprig, typisch „kindlicher Klassiker

Backfisch-Fischstäbchen = bestehen ebenfalls aus Fisch, oft aber etwas gröber oder saftiger, haben einen Backteig statt Panade, dadurch dicker, fluffiger und oft etwas fettiger, erinnern eher an echten Backfisch vom Imbiss

 

Kurz gesagt:

 

Fischstäbchen = knusprig & paniert

Backfisch-Fischstäbchen = weicher, dicker & im Teigmantel






Anne Seltmann 20.03.2026, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 10








Die Gräser im Wind

 

sie sagen nichts
und trotzdem
antworten sie

auf jeden schritt der luft

ein neigen
ein kaum sichtbares
zurück

als würde etwas
durch sie hindurchgehen
das niemand halten kann

 

der boden bleibt still
der himmel auch

 

nur dazwischen
geschieht etwas

 

so klein
dass man es fast übersieht

und doch bewegt sich alles

 ~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 19.03.2026, 06.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 59




[Gizmo]



Katzenbabys haben diese erstaunliche Fähigkeit, die Welt für einen Moment anzuhalten. Kaum größer als eine Handfläche, tapsen sie mit übergroßen Pfoten durchs Leben, als müssten sie erst noch herausfinden, wie alles funktioniert.

Ihr Blick ist gleichzeitig neugierig und völlig unschuldig, ihr Spiel ein kleines Chaos aus Sprüngen, Stolpern und plötzlichen Entdeckungen. Und irgendwo zwischen Schnurren, Fauchen im Mini-Format und diesem unbeholfenen Mut entsteht etwas, dem man sich kaum entziehen kann.

Vielleicht liegt die Faszination darin, dass Katzenbabys uns daran erinnern, wie leicht und verspielt das Leben sein kann – zumindest für einen kurzen, sehr flauschigen Moment.


[Christianes Dosennhalte]




Anne Seltmann 18.03.2026, 08.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL