Blogeinträge (themensortiert)

Thema: PerlenhafteProjekte

Miau-velous Moments N° 60




Es tatsächlich eine kleine, echte Geschichte, die viele Katzenfreunde kennen, und sie ist gleichzeitig ziemlich rührend und ein bisschen lustig.

In den 1990er-Jahren beobachteten Mitarbeiter in mehreren Tierheimen (unter anderem in Deutschland und den Niederlanden) immer wieder dasselbe Verhalten: Katzen, die gerade neu angekommen waren und eigentlich noch ängstlich sein müssten, legten sich plötzlich mitten in den Gang – genau dort, wo die Pfleger ständig entlangliefen – und räckelten sich demonstrativ.

Eine Pflegerin erzählte später in einem Interview, dass sie anfangs dachte, die Katze würde sich einfach nur strecken. Doch nach ein paar Tagen fiel ihr auf: Immer wenn jemand vorbeikam, rollte sich dieselbe Katze auf den Rücken, streckte alle vier Beine in die Luft und blieb so liegen, als wollte sie sagen: „Ich bin hier. Siehst du mich?

Nach und nach merkten die Mitarbeiter, dass das kein Zufall war. Katzen, die sich besonders oft so offen und entspannt zeigten – also sich räkelten, streckten oder sogar mitten im Weg liegen blieben – wurden tatsächlich schneller adoptiert. Menschen blieben stehen, mussten lächeln und gingen automatisch in die Hocke, um sie zu streicheln.

Später bestätigten auch Verhaltensforscher: Dieses Räckeln ist nicht nur ein Dehnen der Muskeln. Es ist oft ein Zeichen von Vertrauen und gleichzeitig eine Art Einladung. Eine Katze, die sich so zeigt, signalisiert: „Ich fühle mich sicher genug, mich ganz groß zu machen. Und genau das berührt Menschen sofort.

Deshalb sieht man Katzen auch überall so liegen: im Türrahmen, auf dem Teppich mitten im Zimmer, quer über der Tastatur oder genau dort, wo man gerade laufen will. Nicht weil sie uns ärgern wollen – sondern weil sie genau wissen, dass man sie dann sieht. Und meistens klappt es ja auch.









Anne Seltmann 01.04.2026, 04.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen




Schon als Kind mit zu viel Fantasie hatte ich mir lange vorgenommen, einmal den hohen Norden zu bereisen.
Schließlich führte mich mein Weg nach Kiel, tief hinein in Schleswig-Holstein, wo der Wind offenbar das Sagen hat.

Die beißende Kälte und die anhaltende Brise mit persönlicher Feindschaft gegen meine Frisur stellten mich zunächst vor große Herausforderungen.
Doch nach einer gewissen Schockphase inklusive Selbstgesprächen mit meiner Mütze begann ich, mich an die ungewohnten Umstände zu gewöhnen.

Mein tägliches Geradeauslaufen trotz Seitenwind dort unterschied sich stark von meinem Alltag in der Stadt.
In einem kleinen Bäcker, der wahrscheinlich auch heimlich Rettungsstation für frierende Touristen ist, kaufte ich gelegentlich einfache Brötchen, Kuchen und Hoffnung, um mich zu versorgen.

Die besondere Nordluft, die sogar meine Gedanken in Richtung Dänemark pustet, ließ mich vieles mit anderen Augen sehen.
Eines Abends machte mir eine Einheimische ein unerwartetes Angebot, mir das „richtige Einfrieren beizubringen, das mir lange in Erinnerung blieb.

Trotz der eisigen Temperaturen wagte ich mich immer wieder nach draußen.
Dabei klapperten mir oft die Zähne im Takt wie ein schlecht gestimmtes Schlagzeug, wenn ich zu lange in der Kälte blieb.

Nach einiger Zeit empfand ich die Kälte nicht mehr als Bedrohung, sondern als leicht verrückten Fitnesscoach.
Diese Erfahrung fernab der normalen Temperaturen hatte etwas völlig Unlogisches, aber erstaunlich Lustiges.

Am Ende wurde mir klar, dass gerade diese besondere Kombination aus Wind, Kälte und norddeutschem Humor meinen Blick auf vieles durcheinandergewirbelt – und dabei erstaunlich verbessert hatte.



[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]



Hast du auch Lust auf eine freche Schreib-Spielerei von Manuela – und das jeden Dienstag?
Dann misch mit!

Manuela startete in ihrem Blog ein Projekt für alle, die Spaß am Schreiben haben – ganz ohne Perfektionsdruck. Jede Woche gibt es einen neuen Lückentext: mal lustig, mal spannend, manchmal herrlich verrückt. Du füllst die freien Stellen mit deinen eigenen Ideen und schon entsteht deine ganz persönliche Kurzgeschichte.

So funktioniert Manuelas Projekt:

Lies den Lückentext der Woche (keine Ausreden!)  

Fülle die Lücken – spontan, kreativ oder völlig überdreht. Alles ist erlaubt!

Teile deine Version:

  • direkt als Kommentar unter ihrem Blogpost
  • oder auf deinem eigenen Blog (verlinke dann zu Manuela).

Also los – Tastatur warmmachen und zeigen, was in dir steckt!




Anne Seltmann 31.03.2026, 05.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 656






Dieses Montagsherz habe ich in Rom entdeckt – genauer gesagt in unserem Hotel auf dem Frühstücks-Büfett. Es sah einfach zu gut aus, um daran vorbeizugehen.

Auf dem Kuchen waren kleine Zuckerherzen, und natürlich musste ich sofort ein Foto machen, bevor ich ihn gegessen habe. Solche Herzen kann man ja schließlich nicht einfach übersehen.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und vielleicht habt ihr heute ja auch irgendwo ein kleines Herz für mich parat.



Nächter Termin:

13. April 2026



 





Anne Seltmann 30.03.2026, 02.00 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Freitag ist Fischtag N°35




 

Wenn ich koche, mache ich eigentlich alles gern selbst. Schnippeln, würzen, ausprobieren – das gehört für mich einfach dazu. Doch kürzlich musste es einmal schneller gehen. Also gab es ganz unkompliziert Fischstäbchen aus der Packung.

Allerdings hatte der beste Ehemann von allen beim Einkaufen eine kleine kreative Freiheit genutzt und statt normaler Fischstäbchen „Backfischstäbchen mitgebracht. Ich stand also in der Küche, schaute auf die Packung und fragte mich ernsthaft: Ist das jetzt etwas völlig anderes oder nur Fischstäbchen mit besserer Laune?

Also habe ich ChatGPT gefragt, was denn eigentlich der Unterschied ist. Und die Antwort war nicht nur hilfreich, sondern auch ziemlich lustig. Unter anderem kam dieser Vergleich dabei heraus:

Fischstäbchen sind die ordentlichen Schuluniformen – Backfisch-Stäbchen kommen eher im fluffigen Bademantel daher.

Seitdem sehe ich Fischstäbchen ein bisschen anders. Die einen geschniegelt und geschniegelt, die anderen gemütlich und leicht chaotisch. Und irgendwie passt beides – je nachdem, wie viel Zeit man gerade hat und wie groß der Hunger ist



Fischstäbchen = klassisch aus gepresstem oder geschnittenem Fisch (meist Seelachs) umhüllt von einer feinen Panade, eher schlicht und knusprig, typisch „kindlicher Klassiker

Backfisch-Fischstäbchen = bestehen ebenfalls aus Fisch, oft aber etwas gröber oder saftiger, haben einen Backteig statt Panade, dadurch dicker, fluffiger und oft etwas fettiger, erinnern eher an echten Backfisch vom Imbiss

 

Kurz gesagt:

 

Fischstäbchen = knusprig & paniert

Backfisch-Fischstäbchen = weicher, dicker & im Teigmantel






Anne Seltmann 20.03.2026, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 10








Die Gräser im Wind

 

sie sagen nichts
und trotzdem
antworten sie

auf jeden schritt der luft

ein neigen
ein kaum sichtbares
zurück

als würde etwas
durch sie hindurchgehen
das niemand halten kann

 

der boden bleibt still
der himmel auch

 

nur dazwischen
geschieht etwas

 

so klein
dass man es fast übersieht

und doch bewegt sich alles

 ~*~

© Anne Seltmann











Anne Seltmann 19.03.2026, 06.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 59




[Gizmo]



Katzenbabys haben diese erstaunliche Fähigkeit, die Welt für einen Moment anzuhalten. Kaum größer als eine Handfläche, tapsen sie mit übergroßen Pfoten durchs Leben, als müssten sie erst noch herausfinden, wie alles funktioniert.

Ihr Blick ist gleichzeitig neugierig und völlig unschuldig, ihr Spiel ein kleines Chaos aus Sprüngen, Stolpern und plötzlichen Entdeckungen. Und irgendwo zwischen Schnurren, Fauchen im Mini-Format und diesem unbeholfenen Mut entsteht etwas, dem man sich kaum entziehen kann.

Vielleicht liegt die Faszination darin, dass Katzenbabys uns daran erinnern, wie leicht und verspielt das Leben sein kann – zumindest für einen kurzen, sehr flauschigen Moment.


[Christianes Dosennhalte]




Anne Seltmann 18.03.2026, 08.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 247






MS „Laboe – das Schiff, das den Alltag einfach über Bord wirft

Es gibt Schiffe, die fahren. Und es gibt Schiffe wie die MS „Laboe (eigentlich eine Fähre)  – die lassen einen erstmal ankommen. Schon beim Einsteigen passiert etwas Merkwürdiges:

Der Stress bleibt irgendwie am Steg stehen. Wahrscheinlich hat er keine Fahrkarte bekommen. Kaum legt die Fähre, übernimmt der Wind das Kommando.

Haare? Egal. Frisur? Vergessen.  

Dafür gibts gratis Meeresluft und Möwen-Kommentare von oben. Man steht da, schaut aufs Wasser und denkt: „Ach… so fühlt sich also Durchatmen an. Und während die MS „Laboe gemütlich ihre Bahn zieht, merkt man plötzlich: Hier geht es gar nicht darum, schnell irgendwo anzukommen. Hier geht es darum, einfach mal nicht schnell zu sein. Das Einzige, was hier wirklich Fahrt aufnimmt, sind die Gedanken – und vielleicht die Erkenntnis, dass man viel öfter aufs Schiff steigen sollte.



 

Technisches:

Die MS „Laboe wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normales Ausflugsschiff. Sie ist aber eine Fähre, also kein „Schiff im klassischen Sinne einer Reise- oder Ausflugsfahrt, sondern ein Verkehrsmittel in Kiel, das Menschen gezielt von einem Ort zum anderen bringt Erst wenn sie ablegt, merkt man, dass hier etwas anders ist. Es ist leiser. Kein lautes Dröhnen, eher ein sanftes Gleiten über das Wasser.

Während man an Deck steht und auf die Förde schaut, denkt man nicht sofort an Technik. Und doch arbeitet unter den Füßen etwas ziemlich Modernes. Die Fähre fährt teilweise elektrisch und nutzt zusätzlich einen klassischen Motor. Je nach Strecke und Bedarf wechselt sie einfach zwischen beiden. Das spart Energie, schont die Umwelt und sorgt dafür, dass die Fahrt angenehm ruhig bleibt.

Man spürt davon eigentlich nur eines: Entspannung. Kein Ruckeln, kein Lärm, nur Wasser, Wind und dieses leise Gefühl, dass sich hier etwas verändert hat.

Vielleicht ist es genau das, was die MS „Laboe besonders macht. Sie bringt einen nicht nur über das Wasser, sondern zeigt ganz nebenbei, wie sich Reisen ein Stück weiterentwickelt hat.


Angelas...





Anne Seltmann 18.03.2026, 04.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

DAD-Dienstag N° 04






Eigentlich hatte ich vor, die Stulreihe als Fibonacci Spirale zu kreieren, aber heute wollte das alles nicht so, wie ich.
Egal, Spaß machte es allemal. Wer nicht weiß, was Fibonacci ist, schaut >> HIER << einmal rein.



Und nun zum Original. Es ist ein Teil des Stadions vom  1. FC KILIA Kiel 








Anne Seltmann 17.03.2026, 13.51 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 655






Manchmal sind es die kleinsten Dinge, die einem besonders ans Herz gehen. Neulich bekamen wir ein Herz geschenkt. Kein glänzendes, kein perfektes, kein gekauftes. Es wurde gebastelt – mit kleinen Händen und mit ein bisschen Hilfe von der Mama.

Unser Enkelmädchen (4) hat es uns gebastelt

Und während ich dieses Herz in der Hand hielt, dachte ich plötzlich: So ein Herz ist eigentlich viel schöner als all die Herzen, die man sonst so sieht. Die perfekten, die glatten, die sorgfältig gestalteten.

Dieses hier ist anders. Vielleicht ist die Linie ein bisschen schief.Vielleicht sitzten die Sticker nicht ganz dort, wo sie eigentlich hin  sollten. Aber genau das macht es so besonders.  Denn in diesem Herz steckt etwas, das man nicht basteln kann: Zuneigung. Ein bisschen Stolz. Und vermutlich auch ein kleines „Das ist für dich.

Ich habe im Laufe der Zeit schon viele Herzen gesehen und auch gezeigt. Aber dieses hier gehört zu den schönsten. Vielleicht gerade deshalb, weil es von einem Kind kommt.








16.03.2026, 01.00 | (7/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Hand aufs Herz







Wenn du eine Eigenschaft von dir ablegen könntest – welche wäre das?


Vielleicht würde ich gern die Eigenschaft ablegen, mir über manches zu viele Gedanken zu machen. Mein Kopf bleibt manchmal viel zu lange an kleinen Dingen hängen – an einem Wort, einem Blick, einer Idee – und denkt noch lange darüber nach. Aber vielleicht entstehen genau daraus auch meine Texte.

Oder:

Neue, unbekannte Situationen machen mich manchmal unsicher. Besonders dann, wenn ich nicht genau weiß, was mich erwartet oder wie etwas ablaufen wird. In solchen Momenten fängt mein Kopf an, verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen – oft mehr, als nötig wäre.

Oder:

Ähnlich geht es mir bei Telefonaten mit fremden Menschen. Obwohl es eigentlich nur ein Gespräch ist, fühlt es sich vorher manchmal an, als müsste ich erst innerlich Anlauf nehmen. Ich überlege, was ich sagen möchte, wie ich anfangen soll und ob ich alles richtig formuliere.

Interessanterweise wird es meist ganz leicht, sobald das Gespräch einmal begonnen hat. Aber der Schritt davor – der kostet mich manchmal arge Überwindung.






Anne Seltmann 15.03.2026, 15.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL