Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Ich seh rot 2023

Projekt: Ich seh rot 264/2026




Ballonsailing und Nightglow – Farbenzauber über Kiel

Während auf der Förde die Segel den Wind einfingen, ging es auf dem Nordmarksportfeld etwas gemächlicher zu – aber nicht weniger beeindruckend. Beim Ballonsailing erhoben sich die farbenfrohen Heißluftballons langsam in den Himmel und schwebten scheinbar mühelos über das Gelände. Jeder Ballon hatte seinen eigenen Charakter, seine eigene Farbe und Form. Es war ein stilles Schauspiel, das Groß und Klein gleichermaßen in seinen Bann zog.

Als die Dämmerung hereinbrach, begann das Warten auf das Nightglow. Die Ballons blieben zwar am Boden, doch mit jedem Zünden der Brenner verwandelten sie sich in riesige, leuchtende Lampions. Im Takt der Musik flammten sie immer wieder auf und tauchten das Sportfeld in ein faszinierendes Wechselspiel aus Licht, Farben und Schatten.



Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen. Staunende Gesichter, gezückte Kameras und überall dieses warme Leuchten, das sich nicht nur in den Ballonhüllen, sondern auch in den Augen der Besucher spiegelte.

Den krönenden Abschluss bildete schließlich das traditionelle Feuerwerk. Mit seinen leuchtenden Farben und funkelnden Effekten setzte es einen glanzvollen Schlusspunkt unter einen Abend voller besonderer Eindrücke. Während die Ballons langsam im Dunkel verschwanden, erhellten die Feuerwerksraketen noch einmal den Kieler Nachthimmel und sorgten für einen unvergesslichen Ausklang.

Die Kieler Woche hat viele Höhepunkte. Das Ballonsailing, das stimmungsvolle Nightglow und das anschließende Feuerwerk gehören für mich ganz sicher dazu. Es sind diese besonderen Momente, die zeigen, dass die Kieler Woche nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land voller Magie steckt.





Anne Seltmann 30.06.2026, 05.12 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 263/2026








Die Fahrradklingel ist ein bemerkenswertes Instrument. Sie besteht aus einem Stück Metall, ist kaum größer als eine Walnuss und besitzt trotzdem das Selbstbewusstsein eines Opernsängers.

Ein einziges „Klingeling! – und schon erwartet sie, dass sich Spaziergänger, Hunde, Enten, Kinderwagen und gelegentlich auch ganze Reisegruppen in Bewegung setzen.

Besonders interessant ist, dass jede Fahrradklingel ihren eigenen Charakter hat. Manche klingen freundlich wie: „Entschuldigung, dürfte ich vielleicht vorbei?

Andere klingen eher wie: „Achtung! Hier kommt die Tour de France!

Und dann gibt es jene Klingeln, die man drückt und die so leise sind, dass vermutlich nicht einmal der Fahrer selbst sie hört.

Eigentlich bewundere ich Fahrradklingeln. Sie verbringen ihr ganzes Leben am Lenker, sehen die Welt vorbeiziehen und melden sich nur dann zu Wort, wenn es wirklich wichtig wird.

Oder wenn ein Spaziergänger mitten auf dem Radweg steht und verträumt Gänseblümchen zählt.

Dann wächst die kleine Klingel über sich hinaus.

Klingeling!

Und plötzlich weiß jeder:


Hier kommt jemand mit wichtigen Angelegenheiten.



Obige Bilder zeigte ich schon ein zu der damaligen schönen Challenge "Freitagsklingeln" von Frau Tonari Ihre Webseite ist allerdings nicht mehr aktiv.






Anne Seltmann 16.06.2026, 05.23 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 262/2026





Warum sind in Schweden so viele Häuser rot?

Wer durch Schweden reist, bemerkt schnell die vielen roten Holzhäuser. Die Farbe hat einen praktischen Ursprung: Bereits im 16. Jahrhundert begann man, Häuser mit der sogenannten Falunrot-Farbe zu streichen. Sie wurde aus den Nebenprodukten des Kupferbergwerks von Falun gewonnen.

Das Rot sollte ursprünglich teure Backsteinhäuser nachahmen, die sich damals nur wohlhabende Menschen leisten konnten. Gleichzeitig schützte die Farbe das Holz vor Wind und Wetter.

Heute gehört das typische Schwedenrot fest zum Landschaftsbild und ist für viele Menschen ein Symbol für Gemütlichkeit, Naturverbundenheit und das skandinavische Lebensgefühl.







Anne Seltmann 09.06.2026, 06.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 261/2026


Die Dahlie stammt ursprünglich aus Mexiko. Dort wuchs sie schon lange, bevor europäische Entdecker die Pflanze überhaupt kannten. Im 18. Jahrhundert gelangten ihre Knollen nach Spanien und von dort aus in die botanischen Gärten Europas.

Anfangs betrachtete man die Dahlie eher als seltene Kuriosität. Doch schon bald entdeckten Gärtner ihr enormes Potenzial. Durch Kreuzungen entstanden immer neue Blütenformen und Farben. Aus den ursprünglich einfachen Blüten entwickelten sich die prachtvollen Sorten, die heute Gärten und Parks schmücken.

Besonders beliebt wurde die Dahlie im 19. Jahrhundert. In vielen Ländern entstanden regelrechte Dahlienliebhaber-Vereine, die sich dem Züchten neuer Sorten widmeten. Mittlerweile gibt es mehrere Zehntausend registrierte Dahliensorten – von kleinen Pompon-Dahlien bis zu riesigen Tellerdahlien.

Ihre große Stärke ist die lange Blütezeit. Während viele Sommerblumen bereits verblühen, zeigen Dahlien oft bis zum ersten Frost ihre farbenprächtigen Blüten.

So hat die Dahlie einen weiten Weg zurückgelegt: von den Hochebenen Mexikos bis in die Gärten der ganzen Welt, wo sie bis heute als Königin des Spätsommers gilt.







Anne Seltmann 02.06.2026, 06.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 260/2026




Dienstag ist Rot-Tag – und heute musste es einfach passen

Manchmal sind die Funde für meinen Dienstag gar nicht spektakulär.
So auch diesmal. Ein rotes Auto – mehr nicht. Kein besonderes Modell, kein glänzender Auftritt, einfach nur… rot. Und genau das war ja die Voraussetzung.

Ich hätte vermutlich keinen zweiten Blick darauf geworfen, wenn da nicht das Kennzeichen gewesen wäre.
FLU-R.

Und plötzlich wird aus einem eher unscheinbaren Auto doch noch etwas, das hängen bleibt. Diese kleinen Buchstabenkombinationen haben ja manchmal ihren ganz eigenen Charme. Man steht davor und überlegt kurz, ob da wohl mehr dahintersteckt oder ob es einfach nur ein Zufall ist, der zufällig gut aussieht.

Das Auto selbst erfüllt also eher brav seinen Zweck für mein Projekt. Aber das Kennzeichen – das durfte heute die Hauptrolle übernehmen.

So wird mein Dienstag zwar nicht aufregender, aber immerhin ein kleines bisschen interessanter. Und manchmal reicht das ja auch schon.








Anne Seltmann 05.05.2026, 06.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 259/2026









Irgenwo in Paris

es ist nichts besonderes

und genau deshalb

 

bleibt es

 

ein ort

an dem niemand wartet

 

und trotzdem

alles möglich scheint

 

der tag

verliert hier nichts

 

er lässt nur los

 

ein wenig zeit

ein wenig atmen

 

und etwas

dass man nicht benennt

 

geht mit

ohne zu fragen

~*~

© Anne Seltmann








Anne Seltmann 28.04.2026, 08.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 258







Kalender gestalten mit Herz

Meine derzeitige Vorbereitung für einen neuen Kalender:

Aus Ideen werden bei * Calvendo fertige Kalender – aus Bildern, die mir wichtig sind, und Themen, die bleiben. Die Möglichkeiten sind groß: ausprobieren, Serien entwickeln, die eigene Bildwelt zeigen. Für mich ist das längst ein fester Teil meiner kreativen Arbeit.

Und doch: Nicht jedes Motiv findet Anklang. Manches, von dem ich überzeugt bin, wird nicht angenommen – nicht immer nachvollziehbar. Natürlich spielen Geschmack und Trends eine Rolle. Trotzdem bleibt manchmal die Frage: Warum gerade dieses Projekt nicht?

Gleichzeitig gibt es die andere Seite: viele veröffentlichte Kalender, gute Sichtbarkeit – und vor allem Verkäufe. Die Resonanz bestätigt meinen Weg.

Besondere Highlights sind meine Auszeichnungen:

Mit meinem Kalender "Himmelsmagie in Ballonfarben" erhielt ich mir drei weiteren Gewinnern den * "Der CALVENDO KI-Kalender-Award 2025"

Federzauber und Hochzeitsfreuden" (Projekt-ID: 2198994) Goldedition

Visionen aus Linie und Raum" (Projekt-ID: 2222197) Goldedition


Das zeigt mir: Dranbleiben lohnt sich. Nicht jede Entscheidung verstehen – aber konsequent den eigenen Stil weitergehen.

Denn am Ende zählt das Gesamtbild.



[* Namensnennung und Verlinkung...unbeauftragt und unbezahlt !]




Anne Seltmann 21.04.2026, 07.13 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 257/2026






Während unseres Aufenthalts in >> Rom << hatten wir das große Glück, im Raganelli Hotel untergebracht gewesen zu sein – ein Ort, an den wir uns noch lange gern zurückerinnern werden.

Schon bei unserer Ankunft spürten wir, dass dieses Hotel mehr ist als nur eine Unterkunft. Wir wurden herzlich empfangen, fast so, als würde man nach einer langen Reise bei Freunden ankommen. Diese erste Begegnung setzte den Ton für unseren gesamten Aufenthalt. Was unseren Aufenthalt jedoch wirklich besonders gemacht hatte, war der außergewöhnliche Service. Das gesamte Team begegnete uns mit einer Herzlichkeit, die ehrlich und unaufgesetzt wirkte. Jede Frage wurde geduldig beantwortet, jeder Wunsch mit einem Lächeln erfüllt. Es waren oft die kleinen Gesten – ein freundliches Wort, ein hilfreicher Tipp, ein aufmerksamer Blick – die uns das Gefühl gaben, wirklich willkommen zu sein.

Selten hatten wir uns in einem Hotel so gut aufgehoben gefühlt. Es war diese Mischung aus Komfort, persönlicher Atmosphäre und echter Gastfreundschaft, die unseren Aufenthalt so besonders machte.

Als wir schließlich abreisten, nahmen wir nicht nur viele Eindrücke aus Rom mit, sondern auch die Erinnerung an einen Ort, an dem wir uns einfach wohlfühlen durften.









[*Namensnennung...unbeauftragt und unbezahlt!]




Juttas...

...stillgelegt



Anne Seltmann 07.04.2026, 07.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 256/2026






Leider weiß ich nicht mehr wo ich diesen Postkasten entdeckt habe.

Manchmal bleiben meine Gedanken an ganz alltäglichen Dingen hängen. Neulich zum Beispiel am Postkasten – oder heißt es eigentlich Briefkasten? Während ich darüber nachdachte, merkte ich, dass ich beide Wörter ganz selbstverständlich benutze, ohne je wirklich darüber nachgedacht zu haben, woher sie kommen oder ob sie vielleicht sogar unterschiedliche Dinge meinen.

Der Briefkasten ist sprachlich der einfachere und ältere Begriff. Er beschreibt schlicht einen Kasten, in dem Briefe landen. Früher hing so ein Kasten meist direkt am Haus – dort, wo der Postbote seine Sendungen einwarf. Und genauso kennen wir ihn bis heute: als den kleinen Kasten an der Haustür oder am Gartenzaun.

Der Postkasten dagegen entstand mit der Entwicklung des organisierten Postwesens. Als im 19. Jahrhundert immer mehr Briefe verschickt wurden, stellte die Post öffentliche Kästen auf Straßen und Plätzen auf. In diese konnte man seine Briefe einwerfen, damit sie von der Post abgeholt und weitertransportiert wurden. Weil diese Kästen zur Post gehörten, nannte man sie Postkästen.

So hat sich im Alltag ganz still eine kleine Unterscheidung entwickelt:

Der Briefkasten hängt am Haus – der Postkasten steht auf der Straße.

Übrigens reicht die Idee solcher Einwurfkästen viel weiter zurück, als man denkt. Einer der ersten bekannten Briefkästen wurde bereits 1653 in Paris aufgestellt. Seitdem begleiten uns diese unscheinbaren Kästen durch den Alltag – meistens unbemerkt, manchmal aber auch voller kleiner Überraschungen.






Anne Seltmann 10.03.2026, 15.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 255/2026







Während des Zweiten Weltkriegs war der französische Pilot Antoine de Saint-Exupéry (Autor von Der kleine Prinz) von seiner Frau Consuelo getrennt. Ihre Beziehung war leidenschaftlich, kompliziert und voller Trennungen.

 

Consuelo erzählte später, dass Antoine ihr immer wieder rote Rosen schenkte – selbst in schwierigen Zeiten. Die Rose wurde für sie zum Symbol ihrer Liebe: schön, verletzlich, voller Dornen.

 

Viele Literaturhistoriker sehen in der Rose des „Kleinen Prinzen ein Symbol für Consuelo selbst – einzigartig, geliebt, manchmal schwierig, aber unersetzlich.

 

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

 

Die rote Rose wurde hier nicht nur zur Liebesgabe, sondern zu einem literarischen Symbol, das bis heute Millionen Menschen bewegt.

 

Eine reale Liebesgeschichte – Die Rose im Gefangenenlager





Juttas...







Anne Seltmann 03.03.2026, 00.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL