Was schiebe ich gern vor mir her?
Da gibt es tatsächlich ein paar Dinge…
*Arztbesuche zum Beispiel. Nicht wegen der Ärzte selbst, sondern wegen allem, was dazugehört. Erst die Parkplatzsuche, dann die Warterei – trotz Termin. Irgendwie scheint die Zeit im Wartezimmer anders zu ticken als draußen. Zehn Minuten fühlen sich dort manchmal wie eine kleine Ewigkeit an.
*Blogbesuche gehören inzwischen leider auch dazu. Das hätte ich vor ein paar Jahren selbst nicht gedacht. Früher bin ich mit Freude durch die Blogs gestöbert, heute empfinde ich die vielen Gegenbesuche oft eher als Verpflichtung. Manchmal weiß ich zu einem Beitrag einfach nichts Sinnvolles zu sagen. Und wenn mir schon vor dem eigentlichen Text zwanzig Bilder entgegenlachen oder jedes einzelne Bild ellenlang und ausführlich erklärt wird, verliere ich ehrlich gesagt manchmal die Lust am Weiterlesen. Vielleicht bin ich inzwischen einfach etwas wählerischer geworden.
Und dann wäre da noch meine *Schreibtischablage. Sie ist keineswegs chaotisch, aber es sammeln sich immer wieder ein paar Zettel, Rechnungen oder Notizen, die eigentlich längst in ihren Ordnern sein sollten. Nichts Dramatisches – aber offenbar auch nichts, was laut genug nach mir ruft. Also bleiben sie liegen. Bis ich eines Tages beschließe: Jetzt reicht‘s! Dann dauert das Aufräumen ganze zehn Minuten, und ich frage mich hinterher, warum ich es wochenlang vor mir hergeschoben habe.
Anne Seltmann 05.07.2026, 07.23| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Hand aufs Herz, Prokrastination,