Ausgewählter Beitrag


Für mich ist Gelb nicht das grelle, laute Signalgelb. Es ist das Gelb des Morgenlichts.
Es steht für meine innere Klarheit – für dieses ruhige Verstehen, das sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern einfach da ist. Ich bin kein Mensch, der mit Energie um sich wirft. Ich setze mein Licht lieber dosiert ein. Fein. Bewusst.

Gelb bedeutet für mich geistige Beweglichkeit. Ich denke gern nach, stelle Fragen, bewege mich in Zwischenräumen. Meine Neugier ist keine flüchtige – sie ist ein echtes Bedürfnis zu begreifen, statt nur zu reagieren. In diesem Sinne ist Gelb für mich die Farbe des Denkens.
Gleichzeitig erinnert mich Gelb an Sichtbarkeit. Nicht an Bühne oder Rampenlicht – sondern an dieses stille "Ich bin da." Wie Morgendunst im Sonnenlicht: Man muss genau hinsehen, aber wenn man hinsieht, erkennt man Tiefe.

Manchmal brauche ich Gelb auch als Gegengewicht. Weil ich leise bin. Weil ich viel wahrnehme. Weil mich Dinge berühren, die andere vielleicht übergehen. Gelb erinnert mich daran, hell zu bleiben – nicht hart zu werden und mich nicht kleiner zu machen, nur weil andere lauter sind.
Anne Seltmann 02.03.2026, 08.39
Schönes Gelb zeigts du. Beim Rapsfeld meine ich fast es riechen zu können
lg
vom 02.03.2026, 09.03