Blogeinträge (themensortiert)

Thema: PerlenhafteProjekte

Hand aufs Herz





Was ist dein Allheilmittel, wenn du einen schlechten Tag hast?



Wenn ich einen schlechten Tag habe, ist Musik mein Allheilmittel. Sie begleitet mich durch alles, was schwer, laut oder unausgesprochen ist. Mit ihr kann ich abschalten, loslassen oder auch einfach nur fühlen, was gerade da ist. Manche Lieder trösten, andere geben mir neue Energie, wieder andere helfen mir, meine Gedanken zu sortieren. Musik nimmt nichts weg – aber sie macht vieles leichter.

Oft bevorzuge ich dabei stille, klassische Musik, besonders Klavier- oder Cellostücke. Sie wirken beruhigend und geben mir Raum zum Atmen. Manchmal darf es auch ein Orchester sein – aber immer in ruhigen, sanften Kompositionen. Diese leisen Klänge helfen mir, zur Ruhe zu kommen, mich zu sammeln und den Tag wieder ein kleines Stück ins Gleichgewicht zu bringen.





Anne Seltmann 21.01.2026, 16.20 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Maritimer Mittwoch N° 244






still ruht der see.
ein moment,
der sich selbst genügt.

 

das licht hält den atem an,
legt sich flach
auf die haut des wassers.

 

ein gedanke treibt vorbei,
ohne wellen zu machen.
man könnte ihn festhalten,
aber man lässt ihn.

 

am ufer nichts,
was drängt.
nur zeit,
die sich selbst zuhört.

 

der see weiß nichts von uns.
und genau darin
liegt seine ruhe.


~*~

© Anne Seltmann









Anne Seltmann 21.01.2026, 05.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projekt: Ich seh rot 251/2026





2021 waren wir auf Rügen und haben einige Ortschaften erkundet, so auch Sassnitz.

Dort wurde im Sassnitzer Hafen traditionell zum Molenlauf aufgerufen – und jedes Jahr aufs Neue ist das ein ganz besonderes Ereignis. Sobald der Termin feststeht, liegt ein bisschen Aufregung in der Luft. Denn der Molenlauf gehört hier einfach dazu, wie das Meer, die Kreidefelsen und der frische Wind.

Schon früh am Morgen füllt sich der Hafen mit Leben. Läuferinnen und Läufer, Familien, Zuschauer und neugierige Urlaubsgäste treffen zusammen. Es ist immer eine schöne Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und fröhlicher Gelassenheit. Viele kennen sich, andere sind zum ersten Mal dabei, aber alle teilen die gleiche Vorfreude.



Die Strecke entlang der Mole ist etwas ganz Besonderes. Links das Meer, rechts der Hafen – dazu das Kreischen der Möwen und der typische Geruch von Salz und Seeluft. Wer hier läuft, spürt einfach, dass dieser Ort etwas Einzigartiges hat. Es geht nicht nur um Zeiten und Platzierungen, sondern vor allem um das gemeinsame Erlebnis.

Auch für Zuschauer ist der Molenlauf ein kleines Highlight. Man feuert an, trifft Bekannte, trinkt vielleicht einen Kaffee und genießt die Atmosphäre. Der Hafen zeigt sich von seiner lebendigsten Seite, und für ein paar Stunden dreht sich alles um Bewegung, Spaß und Gemeinschaft.

Am Ende kommen alle wieder zusammen – erschöpft, aber glücklich. Genau das macht den Molenlauf in Sassnitz aus: Er ist mehr als nur eine Sportveranstaltung. Er ist Tradition, Begegnung und ein Stück Heimatgefühl. Und deshalb freuen sich jedes Jahr so viele Menschen darauf, wenn es wieder heißt: Auf zum Molenlauf!



Juttas...

...ehemaliges Projekt




Anne Seltmann 20.01.2026, 06.53 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Montagsherz N° 651




[Im Gartencenter meines Vertrauens]



Nun seid ihr dran. Welche Herzen sind euch diesmal vor die Linse gekommen?
Ich freue mich drauf!




Nächster Termin zum Vormerken:


02. Februar 2026











19.01.2026, 00.00 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 86











Anne Seltmann 17.01.2026, 06.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 02






Inventar der Bäume

Heute tragen die Bäume
ihr zweites Gewicht.

Nicht das der Jahre,
nicht das der Ringe,
sondern ein helles,
geliehenes Weiß.

Jeder Ast
ein vorsichtiges Regal,
auf dem der Winter
sein Geschirr abstellt.

Die Fichten stehen da
wie Tiere, die gelernt haben
ganz still zu atmen.

Birken –
mit Schultern aus Schnee,
als hätten sie sich
für etwas entschuldigt.



Der Garten wird langsam
zu einem Archiv
von Formen, die sonst
nur der Wind kennt.

Man könnte meinen,
die Stämme hörten zu,
wie die Flocken
leise ihren Namen sagen.

Unter der Last
beugen sie sich
in einer geduldigen Grammatik:
Satzzeichen aus Holz und Kälte.

Ich gehe hindurch
und trage das Knirschen
an den Schuhen davon,
als kleine Beweise.

Gegen Abend
wird alles schwerer,
auch das Licht.

Dann hängen die Bäume
voller Schnee
wie unausgesprochene Sätze –
schön
und ein wenig gefährdet.

~*~


© Anne Seltmann







Anne Seltmann 15.01.2026, 10.37 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Miau-velous Moments N° 54






Königin des Balkons

Es begann ganz harmlos. Der Balkon war eigentlich nur ein Balkon: zwei Stühle, ein kleiner Tisch, ein paar Blumentöpfe und ein leicht wackeliges Geländer. Ein Ort für Sommerabende und vergessene Kaffeetassen.
Dann zog die Katze ein.
Niemand hatte sie gefragt, aber sie beschloss eines Morgens, dass dieser Balkon ab sofort ihr persönliches Königreich sei. Punkt. Aus. Ende der Diskussion.
Zuerst setzte sie sich nur probeweise auf den Stuhl. Dann auf den Tisch. Dann auf den höchsten Blumentopf – wie eine kleine, pelzige Statue der Freiheit. Von dort oben blickte sie über ihr Reich: den Innenhof, die Nachbarsgärten, die arglosen Vögel und die Menschen, die offenbar glaubten, dies sei ihr Balkon.
Ein fataler Irrtum.
Bald gab es klare Regeln.
Wer den Balkon betrat, musste erst an der Katze vorbei.
Wer den Balkon verlassen wollte, musste ebenfalls an der Katze vorbei.
Und wer es wagte, den Lieblingsplatz in der Sonne zu benutzen, wurde mit einem Blick bedacht, der deutlich sagte: "Entschuldigung – habe ich Sie eingeladen?"
Die Blumentöpfe wurden strategisch umdekoriert – von ihr. Die Sitzkissen erhielten einen neuen, sehr flauschigen Bezug – ebenfalls von ihr. Sogar ein einsames Spinnennetz in der Ecke galt plötzlich als "künstlerische Raumgestaltung".
Besonders ernst nahm sie ihre Aufgabe als Sicherheitsdienst. Jeder Vogel wurde streng beobachtet, jede vorbeifliegende Fliege als potenzieller Staatsfeind eingestuft. Einmal verscheuchte sie sogar ein ahnungsloses Blatt, das es wagte, im Wind über den Balkonboden zu rutschen.
"Gefahr erkannt und beseitigt", schien sie zu denken.
Im Sommer entwickelte sie dann eine neue Gewohnheit: Sie legte sich so mitten in den Türrahmen, dass niemand mehr hinein- oder hinausgehen konnte. Auf Beschwerden reagierte sie mit majestätischem Gähnen.
Heute hängt an der Balkontür ein kleines Schild:
"Betreten nur mit Genehmigung der Hauskatze"
Und so lebt sie dort, Königin auf vier Pfoten, Herrscherin über Blumenerde, Sonnenflecken und Balkonmöbel – und lässt uns Menschen großzügig glauben, wir dürften sie besuchen.
Man muss ja schließlich Untertanen haben






Anne Seltmann 14.01.2026, 00.00 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mitmachaktion: Kurzgeschichten zum Ausfüllen





Freundinnen bleiben wir immer

 

Ich erinnere mich noch an den Moment, als wir uns das erste Mal wirklich offen begegnet sind. Zwischen Lachen und Zögern entstand etwas, das wir damals noch nicht benennen konnten. Es war kein lauter Anfang, sondern ein leises Gefühl von Vertrautheit. Mit den Jahren haben wir Erinnerungen gesammelt und Krisen gemeinsam überwunden.Du kennst meine Zweifel genauso gut wie meine Stärken. Oft reicht ein Blick, um zu wissen, was die andere fühlt.

In stillen Momenten bedeutet mir deine Nähe mehr als jedes Wort. Wir haben gelernt, dass Freundschaft auch Abstand und Unterschiede aushält. Manchmal gingen wir eigene Wege, doch verloren haben wir uns nie. Deine Ehrlichkeit erinnert mich daran, wer ich wirklich bin.Selbst wenn das Leben laut und fordernd wird, bleibt unsere Verbindung still und tragfähig . Ich weiß, dass ich bei dir ich selbst sein darf, ohne etwas erklären zu müssen.

Unsere Freundschaft ist für mich ein Zuhause, weil sie wahr, geduldig und gewachsen ist.Sie braucht keine täglichen Worte, sondern Beständigkeit.  Und egal, was noch kommt- Freundinnen bleiben wir immer, auf unsere Weise.




[Das ist ein Lückentext, die fettgedruckten Worte sind meine Eingaben ]





Anne Seltmann 13.01.2026, 05.22 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

I see faces Januar 2026







Wenn die Paprika dich so anschaut, weißt du:
Sie hat deine geheimen Snack-Pläne durchschaut…
Und ist nicht begeistert. 









Anne Seltmann 12.01.2026, 07.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

MosaicMonday 2026 N° 01





Zu dem Projekt von Ruthie "I see faces" habe ich einige Bilder zusammengestellt.

In diesem Projekt werden Gesichter gezeigt, die keine sind, man sie aber dennoch sieht. Das Ganze nennt sich Pareidolie.

Pareidolie ist das Phänomen, bei dem dein Gehirn beschließt, überall Gesichter zu sehen, auch dort, wo ganz eindeutig keine sind-
und sich dabei für besonders clever hält.

Eine Steckdose schaut dich plötzlich streng an. Der Mond wirkt beleidigt. Ein Auto vorne sieht aus, als würde es gleich etwas sagen wie: "Was schaust  du so?"

Dein Verstand denkt sich dabei: "Lieber einmal zu viel ein Gesicht erkennen als einmal zu wenig. Könnte ja ein Säbelzahntiger sein. Oder ein Toast."

Pareidolie ist also die Kunst, aus Wolken Drachen zu machen,aus Kaffeeflecken Propheten und aus einem zusammengeknüllten Pullover  einen traurig dreinblickenden Hund.

Kurz gesagt: Dein Gehirn liebt Muster so sehr, dass es notfalls welche erfindet- und dich dann davon überzeugt,  dass der Lichtschalter dich gerade anlächelt.

Völlig normal. Nur… der Lichtschalter meint es nicht persönlich.








Anne Seltmann 12.01.2026, 07.13 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

2026
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