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Einträge vom: 27.08.2026

Miau-velous Moments N° 69






Der Umzug

Tabby wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Seit dem frühen Morgen liefen Menschen durch die Wohnung. Sie trugen Kisten, schoben Möbel hin und her und öffneten ständig Türen, die sonst geschlossen blieben. Einer hatte sogar das Sofa von seinem Platz gerückt. Tabby saß zunächst unter dem Tisch und beobachtete das Ganze mit wachsender Skepsis.

Dann kam der große Karton.

Er wurde mitten ins Wohnzimmer gestellt, und obwohl er offensichtlich für etwas völlig anderes gedacht war, war Tabby überzeugt, dass er nun ihr gehörte. Sie sprang hinein, drehte sich zweimal im Kreis und legte sich demonstrativ darauf.

„Tabby, da müssen wir aber noch ein paar Sachen reinpacken, sagte ihre Besitzerin.

Tabby blinzelte.

Das war keine Antwort, die sie akzeptieren konnte.

Als wenig später auch ihr Lieblingssessel verschwand, wurde die Sache ernst. Tabby schlich von Zimmer zu Zimmer, immer dicht an den Füßen der Menschen vorbei. Schließlich fand sie einen perfekten Beobachtungsposten hinter dem Sessel. Von dort aus konnte sie alles sehen, ohne selbst gesehen zu werden.

Dachte sie zumindest. Ein großer weißer Schuh kam gefährlich nahe. Tabby duckte sich. Der Schuh ging vorbei. Sie wartete. Dann kam noch einer. Und noch einer.

Als schließlich jemand eine schwere Kiste genau vor ihrem Versteck abstellte, sah Tabby sich gezwungen, umzuziehen. Sie schlich ins Wohnzimmer und setzte sich mitten auf den Teppich. Dort blieb sie sitzen. Ganz still.

Mit diesem Blick, den nur Katzen beherrschen und der ungefähr sagte:

„Ich möchte nur darauf hinweisen, dass hier gerade ohne meine Zustimmung mein gesamtes Zuhause auseinandergebaut wird.

Am Abend war die Wohnung plötzlich ungewohnt leer. Die Menschen waren erschöpft, die letzten Kisten standen herum, und Tabby hatte sich unter einem Stuhl zusammengerollt.

Ihre Besitzerin setzte sich auf den Boden und streichelte sie.

„Keine Angst, Tabby. Morgen ist alles wieder schön. Tabby öffnete ein Auge. Sie glaubte kein Wort. Aber sie blieb liegen.

Denn solange ihre Menschen noch da waren, war die Wohnung schließlich noch ein bisschen ihr Zuhause.




Anne Seltmann 27.08.2026, 06.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: Miau-velous Moments, Katzen, Umzug,

1000 Fragen an dich selbst 671-680






1.      Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst?

Nein, manchmal höre ich sie bewusst und gebe mich dieser Traurigkeit hin.

2.      Bist du ein Mensch der Worte oder ein Mensch der Tat?

Ich würde sagen Beides!

3.      Welcher deiner fünf Sinne ist am besten entwickelt?

Ich glaube, bei mir ist es eindeutig die Sprache – genauer gesagt: der Umgang mit Worten. Ich liebe es, Gedanken in Worte zu fassen, mit ihnen zu spielen und manchmal genau den einen Satz zu finden, der etwas ausdrückt, wofür man vorher selbst keine Worte hatte.

4.      Wann hast du Mühe, dir selbst in die Augen zu schauen?

Ich wüsste keinen Moment!

5.      Wer kann dich am besten trösten?

Mein Lieblingsmensch!

6.      Was war deine größte Dummheit?

Das bleibt ein Geheimnis!

7.      Über welches Unrecht kannst du dich sehr aufregen?

Über Ungerechtigkeit, die Menschen trifft, die sich nicht wehren können – besonders wenn Macht, Geld oder Einfluss darüber entscheidet, wer Recht bekommt und wer nicht. Das finde ich schwer auszuhalten. Und ganz besonders regt mich Gleichgültigkeit auf, wenn Unrecht gesehen, aber einfach hingenommen wird.

8.      Was war das schönste Kompliment, dass du jemals bekommen hast?

Es gab im Laufe meines Lebens viele schöne Komplimente, und ich könnte mich wahrscheinlich gar nicht für eines entscheiden. Aber besonders berührt haben mich immer die Worte von Eltern über meine „Arbeit mit ihren Kindern. Wenn Eltern mir gesagt haben, wie gut ich ihrem Kind getan habe, wie sehr es sich bei mir wohlgefühlt oder durch mich etwas Wichtiges gelernt hat, war das für mich viel mehr als nur ein Kompliment. Es war die schönste Bestätigung dafür, dass das, was ich mit Herz und Leidenschaft getan habe, etwas bewirkt hat.

9.      Was entscheidet, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?

Ich glaube, es ist vor allem die Art, wie jemand mit anderen Menschen umgeht. Ob jemand ehrlich, herzlich und respektvoll ist, ob er zuhören kann und echtes Interesse zeigt. Ich mag Menschen, die sich nicht verstellen müssen und bei denen man das Gefühl hat, einfach man selbst sein zu dürfen. Oft ist es aber auch etwas ganz Unbeschreibliches – eine bestimmte Ausstrahlung, ein Blick oder eine Art zu lachen. Manchmal passt die Chemie einfach sofort, ohne dass man genau sagen kann, warum.

10.Was geht zu langsam?

Die Zeit, wenn man auf etwas wartet, auf das man sich von Herzen freut. Und manchmal auch die Zeit, wenn man einen schönen Moment am liebsten festhalten würde. Ansonsten könnte für meinen Geschmack vieles im Leben ruhig etwas schneller gehen – vor allem, wenn man auf eine Antwort, eine Entscheidung oder einfach auf den nächsten schönen Moment wartet.




Anne Seltmann 27.08.2026, 05.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: 1000 Fragen an dich selbst 671-680, 1000 Fragen,

Marius Nature Thursday 2026 N° 18



Neulich hat mich jemand gefragt, woran man eigentlich schnell erkennen kann, welches Getreide man vor sich hat – besonders wenn es um die kleinen feinen Grannen an den Ähren geht. Es gibt einen herrlich einfachen Merkspruch:

„Wo ein G drin ist, sind auch Grannen.

Damit lassen sich die vier klassischen Getreidearten ganz leicht merken: Gerste und Roggen haben ein G und tragen Grannen, während Weizen und Hafer kein G im Namen haben und in der einfachen Faustregel grannenlos bleiben.

Natürlich ist die Natur nicht immer ganz so ordentlich wie ein Merkspruch – es gibt beispielsweise auch begrannte Weizensorten. Aber für die schnelle Orientierung ist die Regel wirklich praktisch.

So kann man  jedenfalls beim nächsten Spaziergang ganz bestimmt auf die Ähren schauen und vor sich hin murmeln:

G wie Gerste, G wie Roggen – G wie Grannen.

Und manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die man plötzlich viel genauer betrachtet.


Marius...




27.08.2026, 04.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: PerlenhafteProjekte | Tags: Marius Natur Thursday, Nature Thursday, Natur, Marius, Grannen, Getreide,